Feuerwehr

Zweites Gutachten für 22 000 Euro beschlossen

Reinbek (st). "Was ist eigentlich vorgefallen, dass wir der Kompetenz unserer Feuerwehr nicht mehr trauen?", fragte Lothar Weise (FDP) die anderen Stadtverordneten auf der jüngsten Versammlung.

"Es existiert bereits ein Feuerwehrbedarfsplan für Reinbek, auf dessen Basis die Politiker in den vergangenen Jahren ihre Beschlüsse gefasst haben. Deshalb hält die FDP ein zweites Gutachten für überflüssig."

Das soll nach Schätzungen der Verwaltung immerhin 22 000 Euro kosten. Der bestehende Plan wurde mitmilfe der Freiwilligen Feuerwehr aufgestellt, zuletzt 2010 aktualisiert. Der jetzt geforderte soll von einem unabhängigen, öffentlich bestellten, vereidigten Gutachter aufgelegt werden. Die Diskussion während der Versammlung entbrannte allerdings eher darum, ob es einen solchen Experten gebe, nicht, warum man das Gutachten benötige.

Hoffen die Politiker, dass so die Ausgabe für ein neues Feuerwehrgerätehaus abgewendet werden kann? Bürgermeister Axel Bärendorf bemerkte, dass die Hanseatische Unfallkasse bereits 1991 zum ersten Mal auf Sicherheitsmängel hingewiesen hat. Volker Müller stellte (SPD) fest: "Der alte Standort ist für uns aus sicherheitspolitischen Motiven nicht mehr haltbar. Wir stimmen nur zu, weil wir hoffen, dass so etwas Ruhe in die Diskussion kommt." Gegen die Stimmen der FDP wurde die Summe bereitgestellt.