Seniorenbeirat

Aktiv sein und Wünsche ausleben

Reinbek. Der Seniorenbeirat hat nach seiner Wahl im Oktober eine "Verjüngungsspritze" bekommen. Und das spiegelt sich auch in dem ehrgeizigen Programm wider, das der Vorstand gestern vorlegte.

Dabei kann der neue Vorsitzende Dr. Heinz-Dieter Weigert (62) auf Konzepte der Vorgänger-Beiräte zurückgreifen, die dicht an den Interessen der älteren Menschen erfolgreiche Einrichtungen etabliert haben.

Mehr als 100 Gäste kommen regelmäßig zum Seniorenfrühstück mit Informationen zu altersgerechten Themen von Testament bis Pflege. Die erste Seniorenmesse zog weit über Reinbek hinaus Besucher ins Sachsenwald-Forum. Mit dem Seniorenmobil wird unter launiger Führung von Hermann Becker regelmäßig Reinbek neu entdeckt. "Wir wollen Dinge, die gut laufen, fortführen", so Weigert. Auf der Basis des Bewährten hat der Elferrat dazu neue Ideen gesammelt, um noch mehr der 8202 Reinbeker Senioren zu erreichen.

Mit Dr. Weigert, der als Notarzt und Chirurg gearbeitet hat, zog medizinischer Sachverstand in den Vorstand ein. Die Themen Vorsorge, Sport im Alter und Altersforschung möchte der Reinbeker stärker etablieren, dabei unkonventionelle Wege gehen. Im Trommelkursus Ta-Ke-Tina können durch rhythmisches Schlagen Hirnleistungen aktiviert werden. Ein Physiotherapeut wird mit den Senioren arbeiten. Auch Boule soll Senioren in Bewegung halten. "Wir haben am Rickertsen-Haus eine Boule-Bahn, da liegt es nahe, die auch zu nutzen", sagt Weigert.

Das Team möchte Senioren motivieren, aktiv zu sein und Wünsche auszuleben. Anregungen dafür soll ein Kinotag geben - mit Filmen für Senioren, die Mut machen. Da die Rickertsen-Stiftung die Kosten übernehmen will, ist der Eintritt frei. Der Filmring stellt das technische Equipment.

"Nicht zuletzt möchten wir auch den Dialog zu den Menschen fördern, die nicht zu uns kommen", sagt Sprecher Kurt Martens (67). Etwa bei vorher terminlich vereinbarten Hausbesuchen können Menschen berichten, was sie sich wünschen oder was sie bedrückt. Auch das Thema seniorengerechte Stadt steht auf der Agenda. Straßenbeleuchtung, Beseitigung von Stolperfallen auf Gehsteigen und mehr Bänke in der Stadt sind nur einige Dauerbrenner, denen sich der Beirat widmen wird.