Einkaufsmeile

Große Straße: Umwidmung vom Tisch

Aumühle (ru). Aumühles Einkaufsmeile, die Große Straße, führt als Kreisstraße K 18 durch die Gemeinde. Besonders zu den Haupteinkaufszeiten kommt es hier immer wieder zu Engpässen, wenn Kunden versuchen, einen der wenigen Parkplätze zu ergattern.

Jahrelang gab es deshalb Überlegungen, die Große Straße von einer Kreis- zur Gemeindestraße umzuwidmen. Dann hätten Kommunalpolitiker die Möglichkeit gehabt, zum Beispiel Parkverbotszonen einzurichten.

"Mit unserer Nachbargemeinde Wohltorf haben wir uns jetzt jedoch dagegen entschieden", erklärt Aumühles Bürgermeister Dieter Giese. Als Grund nennt er die hohen Unterhaltungskosten. Die Oberfläche der Großen Straße sei sanierungsbedürftig. "Der Kreis hätte einmalig etwa 50 000 Euro gezahlt", so Giese. Für die Restsumme, die erheblich darüber liegen würde, hätten die Gemeinden aufkommen müssen - genau wie für alle weiteren Unterhaltungskosten.

Mit der Entscheidung sind auch die Ideen vom Tisch, die für die Neugestaltung der Straße entwickelt worden waren. Durch den Bau von Ausbuchtungen oder Ähnlichem wäre der Verkehr verlangsamt worden und es hätten Parkplätze geschaffen werden können. Die zweite Variante wäre eine Gemeinschaftsstraße ("Shared Space") gewesen, bei der sich alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt den Verkehrsraum teilen.

Aktuell sieht die Verkehrssituation damit aus wie in den vergangenen Jahrzehnten: Zu bestimmten Stoßzeiten, wenn viele Aumühler einkaufen, wird es eng. Ansonsten hat sich die Situation deutlich entspannt, seit die Lkw eines Umzugsunternehmens, das bis vor einem Jahr seinen Sitz an der Großen Straße hatte, nicht mehr an der Straße parken. Da es keine potenziellen Flächen gebe, aus denen mehr Parkraum geschaffen werden kann, bleibt alles beim Alten, so Giese. "Außerdem würde uns ein Parkplatz, der nicht direkt vor den Geschäften liegt, wenig nützen", fügt er hinzu. Die Kunden möchten vor den Geschäften parken und kurze Wege zurücklegen.