Notruf

Polizei sucht einen Unfallort und Zeugen

Reinbek (amü). Die Polizei sucht einen Unfallort! Mit dieser Meldung machte Reinbeks Polizeichef Eckart von Kleist gestern keinen Scherz.

Sie steht am Ende eines Notrufes, der Beamte von Reinbek über Geesthacht bis nach Niedersachsen für Stunden beschäftigt hatte. Über "110" meldete ein 27-Jähriger Sonntagfrüh (5.30 Uhr), dass er einen Unfall verursacht hat, betrunken ist und nicht weiß, wo er ist. Das Auto war ebenfalls verschollen.

Der Winsener kam, wie sich später herausstellte, mit seinem blauen Nissan von einer Party aus Hamburg. Verwirrend: Er hatte sich verfolgt gefühlt, über mehrere Umwege versucht, die Autos abzuschütteln. Nachdem er bei einer Kollision - vermutlich auf einem Kreisverkehr - einen Reifen verloren hatte, fuhr er auf der Felge weiter und ließ den Wagen stehen. Zu Fuß ist er dann Kilometer gelaufen, bis er nach Stunden nicht mehr konnte und ein Taxi stoppte. Sein Geld reichte allerdings nur bis zur nächsten Telefonzelle in Wentorf, wo er den Notruf losließ.

Die Polizei Reinbek sammelte den Gestrandeten auf und schloss aus dessen Angaben, dass er bei Geesthacht die Autobahn verlassen hatte und die B 404 Richtung Lüneburg gefahren sein muss. Doch trotz intensiver Suche konnten auch die Lüneburger Kollegen hinter der Landesgrenze nicht fündig werden. Das Auto wurde schließlich gestern gegen 11 Uhr in Kröppelshagen, nahe der B 207 in einem Feldweg gefunden.

Der Führerschein des 27-Jährigen wurde eingezogen. Ein Atemalkoholtest ergab immer noch über ein Promille. Der Unfallort, bei dem der linke Vorderreifen abgerissen und der Unterboden beschädigt wurde, ist noch nicht gefunden. Hinweise an die Polizei, Telefon (040) 727 70 70.