Anklage im Herbst

Vergewaltigung: Wentorfer in drei Fällen unter Verdacht

Reinbek (amü). Seit 3. Juni sitzt Stephan H. (28) in Lübeck-Lauerhof in Untersuchungshaft. Sein genetischer Fingerabdruck hatte ihn hinter Gitter gebracht.

Die Polizei konnte dem Wentorfer wie berichtet eindeutig nachweisen, dass er am 28. März 2010 nach einer Ü-30-Party in Reinbek eine Frau vergewaltigt hatte. Inzwischen wird in drei Fällen gegen ihn ermittelt, sagte ein Sprecher der Oberstaatsanwaltschaft Lübeck gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Mit einer Anklage sei jedoch nicht vor September zu rechnen, da noch Analysen, zum Beispiel von Faserspuren, ausstehen.

Stephan H. konnte nach einem DNA-Test zunächst nur eine Tat nachgewiesen werden, so dass nicht auszuschließen war, dass noch ein weiterer Täter auf freiem Fuß ist. Inzwischen richte sich das Verfahren in drei Fällen gegen ihn. Am 2. Februar 2010 wurde eine 30-Jährige in der Nähe des Bahnhofs in Reinbek vergewaltigt. Bei einem weiteren Überfall am 20. März 2011 an der Kirchenallee alarmierten Anwohner rechtzeitig die Polizei. Sie hatten die Schreie einer 38-Jährigen gehört.

Der Serientäter wurde am 29. Mai von Ermittlern der Polizei verhaftet, als er an der Klosterbergenstraße wieder ein Opfer überfallen hatte.