Fristen für Baumfällungen

Griff zur Säge nur noch bis Ende Februar erlaubt

Reinbek (eb). Wer auf seinem Grundstück zur Motorsäge greifen möchte, hat dafür nur noch bis Ende Februar Zeit. Das Schneiden, Sägen und Roden von Gehölz ist seit diesem Jahr schon ab 1. März verboten.

Die Sperre endet am 30. September des Jahres. Auch Reinbeker müssen die Baum- und Pflanzenpflege damit zwei Wochen eher erledigt haben als bisher.

Denn am 1. März tritt das novellierte Bundesnaturschutzgesetz in Kraft. Es betrifft auch den Gehölzschnitt, der bislang in § 34 Landesnaturschutzgesetz geregelt wurde. Bisher war es vom 15. März bis 30. September verboten, Bäume, Knicks, Hecken und Gebüsch zu fällen, zu roden oder auf den Stock zu setzen.

"Zulässig ist nur noch ein schonender Pflegeschnitt, der der Gesunderhaltung der Bäume dient", sagt Birgit Hansen-Weinkauf vom Amt für Umwelt und Verkehr. Sie weist darauf hin, dass der erweiterte Verbotszeitraum auch für die Reinbeker Baumschutzsatzung gilt.

Wer dennoch wie gewohnt bis zum 15. März Bäume, Pflanzen und Hecken fällt oder auf den Stock setzt, macht sich einer Ordnungswidrigkeit schuldig. Betroffen seien alle Gehölze, unabhängig davon, ob sie im privaten oder öffentlichen Raum stehen, sagt Kirsten Hansen-Weinkauf vom Amt für Umwelt und Verkehr der Stadt Reinbek.

Grund für die Änderung ist die Föderalismusreform: War bisher das Landesnaturschutzgesetz maßgebend, tritt jetzt ein bundesweit geltendes Naturschutzgesetz in Kraft. Dieses neue Gesetz vereinheitlicht die Fristen aller Länder.