Zeichen gesetzt, Wirkung verfehlt

Schwarzenbek
(dsc).
So wie zuletzt ging es einfach nicht weiter beim Fußball-Landesligisten SC Vier- und Marschlande. Das hatte auch Trainer Matthias Räck erkannt. Im Auswärtsspiel beim SC Schwarzenbek beförderte er daher Tim Stegmann und Rene Johannsen aus der zweiten Mannschaft (Bezirksliga) in die zuletzt löchrige Viererkette. "Um ein Zeichen zu setzen", wie Räck sagte. Viel bedenklicher sollte es den Coach allerdings stimmen, dass die beiden Leihgaben auf Anhieb zu den stärksten Kräften seines Teams gehörten. Die 1:2-Niederlage konnten sie jedoch auch nicht verhindern.

Dabei wären die Schwarzenbeker in einer zerfahrenen Partie keineswegs unschlagbar gewesen. Sie traten aber entschlossener, einen Tick abgeklärter und zielstrebiger auf. So verhinderten sie einen echten Fehlstart. "Wichtig war, dass wir drei Punkte geholt haben. Da ist es egal, wenn wir vielleicht nicht so gut gespielt haben", resümierte SCS-Trainer Bernd Helbing-Saß. Mit nunmehr sieben Zählern hat sich sein Team vom Tabellenende vorerst abgesetzt. Die Vier- und Marschländer dagegen stecken nur dank der drei Punkte am Grünen Tisch gegen Bramfeld nicht ganz unten drin.

Zum Spiel. Die Führung der Hausherren durch den agilen Tolga Celikten (13.) verlieh ihnen keine Sicherheit. So verpasste Matthies Detjens einen scharf und flach getretenen Freistoß nur knapp (16.). Beim anschließenden Konter scheiterte Celikten am nicht immer sicheren SCVM-Torwart Kai Erschens. Ein weiteres Mal hatte sich Celikten den Ball zu weit vorgelegt, sodass Erschens zur Stelle war (36.). Nach dem Seitenwechsel scheiterte Marcel Musielak am Pfosten (53.).

So hätte es fast 1:1 gestanden, wenn Patrick Rösler, nachdem er mehrere Gegenspieler umkurvt hatte, nicht genau in die Mitte des Tores geschossen hätte (60.). In der 70. Minute verlud Musielak Erschens mit einem Schuss ins Torwarteck zum 2:0 ("Ich habe gesehen, dass er zu weit in der Mitte stand"). Aus dem Nichts fiel dann der Anschluss. Fynn Spors traf mit einem sehenswertem 25-Meter-Freistoß (78.). Zu mehr reichte es aber nicht. Daniel Gläser sah noch Gelb-Rot (SCVM, 86.).

SCS:
Scheunemann (3); Scharnberg (3), Koitka (2-3), Krauel (3), Doryan (3-4); Behrens (4) ab 78. Bakan (-), Helmke (2-3), Sander (4) ab 62. Koc (-), Celikten (2-3) ab 84. T. Oertel (-); Bolz (3), Musielak (2-3).

SCVM:
Erschens (4-5); Johannsen (3-4), Y. Ohl (4), Stegmann (3), Gläser (4-5); Detjens (4) ab 77. Koca (-), M. Ohl (5), Glitza (5) ab 46. Spors (4), Bultmann (5); Rehr (5) ab 60. Stirl (5), Rösler (3-4).