Hamburger SV eine Nummer zu groß

Nettelnburg
(mak).
Auch wenn der HSV in den vergangenen Jahren vermehrt für negative Schlagzeilen sorgt, haben die drei Buchstaben immer noch eine einschüchternde Strahlkraft. Das mussten Coach Gianfranco Ganguzza und sein Co-Trainer Rico Baltruschat zum Auftakt der C-Regionalliga feststellen. "Wir hatten zu viel Hochachtung", sagt Baltruschat. Da die jungen Fußballer des SV Nettelnburg/Allermöhe ihren Respekt vor den Hamburgern nicht ablegen konnten, gab es letztlich eine verdiente 0:4-Niederlage für den Aufsteiger.

Viel ließen die Nettelnburger zu Beginn der Partie zwar nicht zu, dennoch ging der HSV mit 1:0 in die Halbzeit. Faride Alidou traf nach 20 Minuten. Der SVNA hatte lediglich eine gute Möglichkeit. Doch kurz vor dem Seitenwechsel vergaben erst Maximilian Zoch und im Nachschuss Luc-Noah Klasen. "Am Ende der ersten Halbzeit war das ein Spiel auf Augenhöhe", meint Baltruschat.

Doch nach dem Wiederanpfiff spielten die Gäste ihre konditionelle Überlegenheit aus. Alidou (39.), Oguzhan Masalci (60.) und Justin Jaeger (70.) schraubten das Ergebnis in die Höhe. So richtig enttäuscht waren die SVNA-Verantwortlichen aber nicht. Dafür sind die Kräfteverhältnisse in der C-Regionalliga - in dieser Alterklasse die höchste Liga - zu deutlich verteilt. "Der HSV war eine Nummer zu groß. Jeder Punkt, den wir gegen die Leistungszentren der Bundesligisten holen, ist ein Zubrot", sagt der SVNA-Co-Trainer. Davon gibt es mit dem VfL Wolfsburg, Werder Bremen und Hannover 96 noch drei weitere.

Die Kontrahenten um den Klassenerhalt sieht Baltruschat deshalb auch woanders: "Havelse, Niendorf, Norderstedt." Mit Flensburg 08 und dem JFV Bremerhaven wird es auf einen Sechskampf hinauslaufen. Vier Teams müssen am Ende aus der mit zwölf Mannschaften bestückten Liga absteigen. Schon am Sonntag hat der SVNA mit dem TSV Havelse (14 Uhr, Henriette-Herz-Ring) den ersten direkten Konkurrenten zu Gast.