Eine Odyssee mit glücklichem Ausgang

Von Dirk Schulz

Orientierungslos:
Vor Auswärtsfahrten treffen sich die Spieler des Fußball-Kreisligisten Oststeinbeker SV immer zunächst am eigenen Platz. So auch vor der Partie beim SV Börnsen II. Trainer Maxwell Phelps hatte jedoch nicht bedacht, die Route mit seinen Akteuren durchzugehen. Einige Oststeinbeker wählten nämlich den Weg über die Autobahn. Doch die A25 war ja jüngst in Richtung Bergedorf voll gesperrt. Folge: Ein paar (offensichtlich nicht ortskundige) Akteure trafen erst mit dem Anpfiff ein. "Wir mussten dreimal die Startaufstellung ändern", sagte Phelps. Doch das sollte sich als glückliche Fügung erweisen. Denn ausgerechnet der so erst reingerutschte Ali Cebis markierte beim 1:0-Erfolg den goldenen Treffer. Für den OSV war es der erste Saisonsieg.

Eindrucksvoll:
Ein halbes Jahr hatte Furkan Kocaman zuletzt zuschauen müssen. So lange war der Spieler des FC Lauenburg gesperrt gewesen. Gegen den ASV Bergedorf 85 feierte er ein eindrucksvolles Comeback. Beim 3:2-Erfolg erzielte Kocaman zwei Tore, das letzte in Unterzahl. "Für mich ist er einer der besten Spieler im Umkreis. Er muss aber noch lernen, seine Emotionen in den Griff zu bekommen", sagte Onkel und Aushilfstrainer Senol Kocaman.

Vierländer Höhenflug:
Mit dem SV Curslack-Neuengamme II (5:1 gegen Hamwarde) und dem SV Altengamme II (8:1 gegen den Europa) grüßen derzeit zwei Teams aus Vierlanden von der Tabellenspitze der K3. Beide Teams profitieren dabei von einer so guten Zusammenarbeit mit der "Ersten" wie lange nicht. Bei Curslack spielten etwa mit Jonas Kastl, Niklas und Isaac Hoffmann drei Oberliga-Leihgaben, zudem gab Marco Theetz seinen Einstand für die "Zweite". Da gab's für die zuvor noch ungeschlagenen Hamwarder nichts zu holen. "Wir wurden gewogen, gemessen und für nicht gut befunden", nahm's SVH-Co-Trainer Oliver Steffens sportlich.

Zeichen gesetzt:
Der Düneberger SV kann es auch ohne seinen Star Dennis Tornieporth (beruflich verhindert). Das Team vom Silberberg bezwang den sich wacker wehrenden Escheburger SV 1:0. "Es ist gut, dass unsere Gegner sehen, dass wir es auch ohne ,Tornie' können", freute sich DSV-Co-Trainer Jörn Basenau, der aufgrund der zu lässigen Chancenverwertung seines Teams bis zur 90. Minute um den Sieg bangen musste.

Durststrecke:
Neben dem SC Europa, der derzeit nicht mehr als "Fallobst" in der K3 zu sein scheint, ist Aufsteiger TSG Bergedorf das einzige sieglose Team (drei Remis, zwei Niederlagen). Dabei wollte Trainer Angelos Tsikas sogar ganz oben angreifen. "Das war viel zu euphorisch. Dafür hat er einen Einlauf bekommen. Wenn wir drin bleiben, können wir drei Kreuze machen", sagte Abteilungsleiter Jörg Schulz nach dem 1:3 in Willinghusen. Dabei setzt er auf die Rückkehr der Urlauber. "Ab September wissen wir, wo wir stehen."

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