Bei Elfmeter im Abseits gestanden

Von Dirk Schulz und Matthäus Kosik

Regelkundig?
Elfmeter für Fußball-Kreisligist SV Hamwarde. In der Partie gegen den FC Lauenburg (Endstand 2:2) scheitert Hansi Ohle am Pfosten. Dann Jubel bei den Hausherren: Im Nachschuss trifft Hauke Dähn. Aber denkste! Das vermeintliche 3:1 zählt nicht. Schiedsrichter Peter Einhorn (Bergedorf-West) verwehrt die Anerkennung - wegen Abseits. "Wie soll das bei einem Elfmeter gehen?", fragt ein sprachloser SVH-Co-Trainer Oliver Steffens und ergänzt: "Nach dem Spiel hat er dann behauptet, er hätte Foul gepfiffen." Eine hanebüchene Erklärung, wie Lauenburgs Trainer Kadir Gündüz bestätigt: "Der Hamwarder war allein im Strafraum." Einer Meinung waren sich alle Beteiligten nach dem 2:2: Die Referees "verpfiffen" dieses Spiel und sorgten mit fragwürdigen Entscheidungen am laufenden Band für viel Kopfschütteln.

Regelkunde:
Das Spiel gegen Altengamme II hatte die TSG Bergedorf verloren (1:2), doch missen wollte TSG-Abteilungsleiter Jörg Schulz die Partie nicht. Von diesem "richtig geilen Spiel" (Schulz) hätte er gerne noch mehr gesehen. Doch Referee Moritz Hermann (St. Pauli) pfiff pünktlich ab, obwohl es in jeder Hälfte wegen der Hitze eine Trinkpause gegeben hatte. Nach den Statuten hätte es indes "Nachschlag" geben müssen, weil Trinkpausen offiziell als verlorene Zeit gelten. Im Gegensatz zur "vergeudeten Zeit" wie dem Zeitspiel.

Höhenflug:
Escheburgs Ligaobmann Carsten Puttfarken war zufrieden: "Wir haben den Tabellenführer gestürzt." Mit dem 1:1 gegen Billstedt-Horn unterstrich der Aufsteiger erneut, dass er trotz der Unruhen im Vorfeld, als sich das Aufstiegsteam auflöste, gut in der Liga angekommen ist. "Wenn wir alle an Bord haben, können wir im oberen Drittel landen", glaubt Puttfarken, "aber das ist ja nie der Fall." Jetzt fällt auch noch Keeper Björn Schuchhardt mit Verdacht auf Kreuzbandriss aus. Deswegen bleibt das Ziel laut Puttfarken der Klassenerhalt.

Fußballtempel:
Ligamanager Stefan Schraub, die Red.)
Dramaturgisch perfekt kurz vor dem Abpfiffbescherte Florian Heinze dem ASV Bergedorf 85 mit dem 3:2 gegen Börnsen II den ersten Saisonsieg. Pure Euphorie, die auf dem anschließenden Teamabend fortgesetzt wurde. "Wir waren bei 'Schraube' (

Ernüchterung:
Pechvogel und Erfolgsgarant in einer Person war Fetanet Aksoy beim SC Schwarzenbek III. Der Offensivspieler traf im Match gegen Bostelbek (2:1) je zweimal Latte und Pfosten. Dafür bereitete er den ersten SCS-Treffer vor, den zweiten machte er selbst. Der Aufsteiger bleibt mit diesem Erfolg auf Rang zwei. "Wir wollen uns jetzt oben festsetzen", sagt SCS-Trainer Anton Zupic, der von der Kreisliga 4 nicht begeistert ist: "In der Kreisklasse habe ich bessere Teams gesehen."

Treffsicherer Torwart:
Die Not beim SC Schwarzenbek II im Tor ist nach der Verletzung von Arne Mangels groß. Gegen Düneberg musste etwa Feldspieler Alexander Gawlik zum zweiten Mal aushelfen. Kurios: Wie bereits im Pokal beim SVCN II trug sich Gawlik in die Torschützenliste ein. Sein Foulelfmeter zum 1:1 brachte dem SCS einen hoch verdienten Punkt.

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