Basketball

Ein Aumühler trainiert NBA-Star Dirk Nowitzki

Aumühle (mak). Als Dirk Nowitzki Anfang Juni verkündete, er würde bei der Europameisterschaft (5. bis 20. September) für die Nationalmannschaft auflaufen, ging ein Jubelsturm durch die deutsche Basketball-Landschaft.

Aumühle (mak). Als Dirk Nowitzki Anfang Juni verkündete, er würde bei der Europameisterschaft (5. bis 20. September) für die Nationalmannschaft auflaufen, ging ein Jubelsturm durch die deutsche Basketball-Landschaft.
Mit ihm und NBA-Kollege Dennis Schröder ist für das Team um Cheftrainer Chris Fleming alles möglich. Wenn die Vorbereitung für das Turnier beginnt, werden die NBA-Stars auch von einem Aumühler Anweisungen entgegennehmen müssen: Martin Schiller - lange Zeit bei der TSG Bergedorf - gehört ab sofort zum Trainerteam der Nationalmannschaft.

"Das wünscht sich jeder Coach", sagt Boris Schmidt, TSG-Vorsitzender und Präsident des Hamburger Basketballverbandes. Er kennt Schiller gut. Der heute 33-Jährige spielte in der Jugend durchgängig für die TSG, war Kapitän der Mannschaft, die 2000 Dritter bei der deutschen A-Jugend-Meisterschaft wurde. Sein Trainer damals: Boris Schmidt. "Er hatte schon immer eine hohe soziale Kompetenz und war auch ein Spieler, der eher wie ein Trainer gedacht hat", erzählt Schmidt. Außerdem war Schiller ein hervorragender Basketballer, eine Profikarriere blieb ihm - im Gegensatz zu anderen aus seiner TSG-Mannschaft - auch aufgrund von Verletzungen verwehrt. Aus diesem Grund schlug der gebürtige Wiener - als Zehnjähriger fand er mit seiner Familie den Weg nach Aumühle - die Trainerkarriere ein.

Nach seinem Studium zum Diplom-Sportwissenschaftler coachte Schiller zeitweise das TSG-Team in der 1. Regionalliga. Von dort aus ging er in die erste österreichische Liga zum WBC Wels. Seit 2010 war der Aumühler Assistenzcoach bei den Artland Dragons. Das in Quakenbrück ansässige Team spielte bis zum Rückzug des Hauptsponsors in diesem Jahr in der 1. Bundesliga. "Bundestrainer Fleming war früher Trainer bei den Dragons, er wohnt noch da. Martin und er hatten immer Kontakt", weiß Schmidt. So schnell kommt man an den Traumposten.

© Bergedorfer Zeitung 2018 – Alle Rechte vorbehalten.