Bezirksliga

Ein Stich ins Herz der LSV

Derby: Lauenburger SV unterliegt FSV Geesthacht 1:3 - Nico Methe trifft doppelt

Der Weggang von Nico Methe sorgte beim Fußball-Bezirksligisten Lauenburger SV für Kopfschütteln. Kurz vor Ablauf der Wechselperiode hatte sich Ligakonkurrent FSV Geesthacht den Techniker geangelt und ihm einen Vertrag gegeben. Nur rund eine Woche nach dem Blitz-Transfer sollte sich die Verpflichtung des 23-Jährigen bereits für die Geesthachter auszahlen. Und zwar ausgerechnet beim Derby gegen die LSV. Methe traf gegen seinen alten Klub bereits nach 30 Sekunden, und sorgte eine Minute vor dem Abpfiff mit seinen Treffer zum 3:1 für die Entscheidung. "Es gibt Geschichten, die schreibt nur der Fußball", fasste Geesthachts Trainer Burhan Öztürk zusammen.

In einem vom Kampf geprägten Lokalderby mussten sich die Lauenburger nach dem frühen Gegentor einmal schütteln, und dann ging es weiter. Bünyamin Gündüz kam im Strafraum frei zum Schuss. Doch FSV-Keeper Marcell Boll wehrte den Ball aus kurzer Entfernung ab (10.). Gündüz hatte noch ein zweites Mal den Ausgleich auf dem Fuß, schoss aber Boll genau in die Arme (39.). Nur drei Minuten später war der Geesthachter Torhüter dann geschlagen. Auf Vorarbeit von Timo Lenz erzielte Malte Zakrzewski den Ausgleich (42.).

Auch nach dem Wechsel zeigten sich die Gastgeber bemüht. Doch abgeklärter waren die Geesthachter. Nach einem klug herausgespielten Konter schoss Tolga Cosgun den FSV erneut in Führung (60.). "Ein Stich ins Herz der Lauenburger SV", fasste es Stadionsprecher Peter Bitdinger über die Lautsprecheranlage zusammen. Doch es kam noch schlimmer.

Die Lauenburger wurden zunehmend nervöser. Allen voran Zakrzewski. Der Mittelfeldspieler checkte erst Emre Cürgül über den Haufen und drosch anschließend den Ball weg. Dafür gab es Gelb-Rot (80.). Womit Friedhelm Mienert gar nicht einverstanden war. Der LSV-Trainer beschwerte sich lautstark bei Schiedsrichter Robin Oliver Walser, der ihn daraufhin hinter die Absperrung verwies. "Der ,Schiri' hat uns den Zahn gezogen, als er ,Zaka' und mich vom Platz gestellt hat", sagte Mienert, was so nicht ganz stimmte. Denn die Gäste gingen einfach konzentrierter zur Sache. Allen voran Nico Methe, der kurz vor dem Abpfiff alles klar machte.

LSV: Kühl; Behr, Meyer, Nkengni, Gabriele; Zerik (72. Göktürk), Lopau, Zakrzewski, Lange; Lenz, Gündüz (87. Kroll).

FSV: Boll; Cakmak, Yalcin, Gümüsdere (72. Dilekoglu), Simsek; Sahin (56. Cürgül), Methe; Ta. Cosgun (78. Gabel), Yilmaz, Güven; To. Cosgun.