Billwerder

"Howie", "Rudi" und "Eddy" besiegen Geesthacht

Oddset-Pokal: ETSV setzt sich ungefährdet mit 3:0 durch

Erdinc Örün hätte nicht schlafen können aufgrund dieses Fehlschusses. Dem von allen nur "Eddy" gerufenen Stürmer des Fußball-Bezirksligisten ETSV Hamburg ereilte im Pokalmatch der ersten Runde gegen den Staffelkonkurrenten FSV Geesthacht das Schicksal, das jedem Torjäger irgendwann mal blüht. Als Mitspieler Patrick Westermann in der 52. Minute über links durch war und den Ball schon an FSV-Keeper Benjamin Stephan vorbeigelegt hatte, vollbrachte "Eddy" das Kunststück, aus vier Metern das leere Tor nicht zu treffen. Doch auch für den bulligen Sturmtank gab es letztlich das Happy End beim 3:0-Erfolg der "Eisenbahner".

Denn "Eddy" hatte Glück, dass es auch noch seine Mitspieler "Howie" und "Rudi" gab. Gegen harmlose Geesthachter schlug zunächst Hauke Klug zu: "Howie" veredelte eine Ecke zur Führung (17.).

Dann zeigte Radoslaw "Rudi" Rzepa - er kam für den früh am Oberschenkel verletzten Christoph Hammel - seinem Sturmkollegen Örün, wie ein Ball aus wenigen Metern über die Linie gedrückt wird (65.). Und schließlich doch noch "Eddy": In der Schlussminute scheiterte er zwar zunächst allein vor Torwart Stephan, den Nachschuss aber nagelte er mit Wucht unter die Torlatte.

In Örün arbeitete es auch nach dem Abpfiff ob der vergebenen Riesenchance: "Wenn danach das 1:1 fällt, kann es noch einmal hektisch werden. Diese Wendung hätte ich komplett auf meine Kappe nehmen müssen", sagte einer der zahlreichen Stars aus dem ETSV-Kader.

Der nicht groß die Muskeln spielen lassen musste, weil die Gäste-Elf von Trainer Burhan Öztürk tatsächlich erst nach sage und schreibe 84 Minuten das erste Mal durch Joker Tolga Cosgun zwingend wurde. Der Plan war doch eigentlich, die ETSV-Innenverteidigung zu beschäftigen, aber: "Wir waren viel zu harmlos, uns fehlte die Durchschlagskraft", bemängelte Öztürk den eigenen Auftritt. Auch Gegenüber Jussi Romppanen sieht noch jede Menge Arbeit, lobte aber die fußballerische Basis seiner Elf: "Wir spielen Fußball, dazu ist unsere Defensive stabil."

ETSV: Breitsprecher; Papstein, Klug, Theetz, Afsa; Weiß (70. Thiede), Weigel, Khalili, Westermann (79. Lukic); Hammel (34. Rzepa), Örün.

FSV: Stephan; Kahraman (74. Sahin), F. Tuncer, alcin, Simsek; T. Tuncer (54. To. Cosgun), Lübbers; Cakmak, Yilmaz, Ta. Cosgun; Güven.