Geesthacht

Geesthacht: Grüne fordern Kunstrasen

Appell: "Wir können die Sportler des FSV nicht länger hinhalten"

Bei Regen gleicht der Grandplatz des FSV Geesthacht einer Seenplatte, bei Sonnenschein ist er staubtrocken. Bespielbar ist er nur selten. Nirgendwo sonst im Hamburger Fußball-Verband fallen im jüngster Zeit so viele Spiele aus wie in der Elbestadt - das gilt auch für den VfL Grünhof-Tesperhude. 2010 hatte die Stadt zuletzt die beiden veralteten Anlagen saniert. Maximal fünf Jahre Lebenszeit gab das Planungsbüro Pätzold und Snowadsky den Plätzen noch. Doch was den Bau von modernen Kunstrasenplätzen angeht, spielen die Verwaltung der Elbestadt und die Fraktionen von CDU und SPD auf Zeit.

"Kunstrasenplatz in weiter Ferne" hatte unsere Zeitung zuletzt am 27. Februar über das Thema berichtet. Der FSV Geesthacht hatte sich massiv über den Stillstand bei den Planungen beklagt. Doch jetzt kommt Bewegung in die Sache. "Wir fordern an der Berliner Straße den baldigen Umbau zum Kunstrasenplatz", heißt es in einem Schreiben der Geesthachter Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. "Dass die Sanierung immer weiter hinausgeschoben wird, ist nicht akzeptabel. Wir können die Sportler des FSV nicht länger hinhalten", sagt der Fraktionsvorsitzende Ali Demirhan.

Genau das ist bislang aber passiert. Stadtsprecher Torben Heuer geht inzwischen von einer Lebenszeit bis 2017 anstatt 2015 aus. Dann solle der Zustand erneut geprüft werden. Immer wieder wird der vermeintlich hervorragende Zustand der Plätze betont und auf die teuren Baukosten von rund 500 000 Euro verwiesen. Dass die Pflege eines Kunstrasenplatzes wesentlich günstiger und weniger zeitintensiv ist, wird in Frage gestellt.

Dabei liegen die Pläne für den Neubau längst in der Schublade. "Seit 2008 gibt es ein fertiges Konzept des Planungsbüros, dass 2015 ohne Weiteres umgesetzt werden könnte", sagen die Grünen. Die Fußballer des FSV Geesthacht würden sich nichts sehnlicher wünschen. "Die Grünen haben uns verstanden", freut sich FSV-Präsident Volker Tack.

Wahrscheinlich in der öffentlichen Sitzung des Finanzausschusses (24. März, 18 Uhr) wird sich die Verwaltung auf Antrag der Grünen zu ihren Plänen für die Plätze äußern. Außerdem soll demnächst auch Ingenieur Rainer Snowadsky der Stadt seine Sicht der Dinge erläutern.