Geesthacht

FSV-Trainer Öztürk: Bei Aufstieg Abflug?

Geesthacht: Coach liebäugelt mit Wechsel in die Oberliga

Beim FSV Geesthacht, beziehungsweise dessen Vorgängerverein FC Geesthacht, ist Ismail Gök eine Institution. Die Übungsleiter kamen und gingen, der ewige "Isi" ist immer noch da. Seit 2000 arbeitete er lange Jahre als Co-Trainer, in dieser Saison übernahm Gök das Amt des Liga-Managers. Sein größter Wunsch blieb bislang unerfüllt: "Einmal möchte ich die Landesliga erleben", sagt der 43-Jährige. Seit dem Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga 2004 gehörte der FSV meist zu den Favoriten, scheiterte aber mal mehr, mal weniger knapp. In dieser Serie könnte der große Wurf gelingen. Die Geesthachter liegen nur einen Punkt hinter Spitzenreiter Ohe.

Baumeister des Höhenflugs ist Trainer Burhan Öztürk. Er hat die meisten Spieler an die Berliner Straße gelotst und dem Team seine Handschrift verpasst. Doch noch bevor der 38-Jährige die Früchte seiner Arbeit überhaupt geerntet hat, kokettiert er bereits mit seinem Abgang. "Ich würde in der nächsten Saison gerne einen Oberligisten trainieren. Daher kann es sein, dass ich gehe", sagt Öztürk und betont: "Das hat nichts mit dem FSV Geesthacht zu tun. Es geht allein um meine persönliche sportliche Perspektive." Dass er erfolgreiche Arbeit leisten kann, hat der Coach auch schon auf seinen bisherigen Stationen bewiesen. Zwei Meisterschaften, mit Kreisligist Düneberg und beim GSK Bergedorf in der Bezirksliga (zusammen mit Durak Demir), stehen in seiner Vita. Zudem ist der ehrgeizige Coach von den Trainingsbedingungen beim FSV Geesthacht ("Hier werden die Plätze schon gesperrt, wenn einer Spucke verliert") genervt.

Darum wird das erste offizielle Treffen mit dem FSV-Vorstand über seine Vertragsverlängerung wohl auch nicht mehr als ein Sondierungsgespräch werden. "Es kann viel passieren. Die Spieler ziehen gut mit, und es bringt Spaß, mit kleinen Mitteln etwas aufzubauen. Aber eigentlich wäre meine Mission mit dem Aufstieg beim FSV erfüllt", sinniert Öztürk. Göks Traum würde dann erst beginnen - mit dem Coach wie er glaubt: "Ich bin mir zu 90 Prozent sicher, dass Burhan dann bei uns bleibt."