Geesthacht

Futsal-Artisten nicht zu schlagen

Aktas-Cup: Team Yasar wiederholt Turniersieg in Geesthacht - Hamburg Panthers Zweiter

Das Fußball-Hallenturnier um den Aktas-Cup in Geesthacht stand gestern ganz im Zeichen der Futsal-Mannschaften. Der Vorjahressieger Team Yasar und dessen Dauerrivale, die Hamburg Panthers, dominierten das Turnier nach Belieben. Im Finale behielt das Team Yasar dann mit 2:1 die Oberhand.

Schon der Turnierauftakt war stimmungsvoll gewesen. Wie die großen Basketball-Stars in der NBA bekamen die Fußballer beim Aktas-Cup des FSV Geesthacht ihren ganz besonderen Auftritt. Jede Mannschaft wurde von der Turnierleitung aufgerufen und durfte in der Halle am Neuen Krug aufs Parkett laufen. Als der Oststeinbeker SV aus dem Kabinentrakt in die Hallenmitte schlenderte, rieben sich einige Zuschauer allerdings verwundert die Augen. Christopher Mahrt, eigentlich beim SV Curslack-Neuengamme, und Danijel Suntic, eigentlich für den Oberligisten SV Halstenbek/Rellingen aktiv, führten den Tross an. Bei der TuS Dassendorf war die Verwunderung dann noch größer: Neben Adam Hamdan und Joe Warmbier gehörte keiner der Akteure, die da aufliefen, zum Kader der TuS. Was war da nur los?

Ismail Gök, Liga-Manager beim FSV und Turnierorganisator, klärt das Ganze auf: "Dassendorf ist kurzfristig für Bramfeld eingesprungen, die abgesagt haben. Und eigentlich sollte Joe Warmbier mit seiner Mannschaft als Auswahl-Team auflaufen." Beim OSV halfen Mahrt und Suntic lediglich aus Spaß am Hallenfußball aus. Einigen Trainern in der Halle ist das allerdings übel aufgestoßen. "Irgendwann stellt sich jeder seine Mannschaft nur noch aus Auswahlspielern zusammen", ärgerte sich Olaf Poschmann, Trainer des SC Vier- und Marschlande.

Das Positive daran war, dass in Geesthacht die wohl momentan besten Hallenfußballer Hamburgs aufgelaufen sind. Die Hamburg Panthers, deutscher Futsal-Meister, waren in Bestbesetzung angereist und hatten mit dem Tunesier Maher Mezhoud und dem Iraner Esmail Afsa sogar zwei Futsal-Nationalspieler in ihren Reihen. Final-Gegner Team Yasar zeigte unter anderem mit Jan Landau und Fatih Gürel hervorragenden Hallenfußball. Yasar-Keeper Nick Gyateng wurde zum besten Torhüter gewählt, Steven Lindener von den Panthers erzielte mit acht Treffern die meisten Tore des Turniers.