Bezirksliga

FSV Geesthacht siegt 2:1 - Revanche geglückt

Per Kopf: Wengorra und Iddrisu treffen gegen den SVNA

Als Erstes zückte Ismail Gök, Liga-Manager des FSV Geesthacht, nach dem Abpfiff der Fußball-Bezirksligapartie gegen den SV Nettelnburg/Allermöhe sein Mobiltelefon. Burhan Öztürk wartete schon auf seinen Anruf. Schließlich hielt sich der Chef-Coach des FSV in der Türkei auf, konnte daher nicht bei seiner Mannschaft sein. Es waren gute Nachrichten, die Gök mitzuteilen hatte: Der FSV gewann mit 2:1.

Der Schlüssel zum Erfolg gegen die Nettelnburger war die Lufthoheit. Im ersten Durchgang köpfte Andre Wengorra die Gastgeber nach einem langen Ball in Führung (19.), in der zweiten Halbzeit war es Saihidu Iddrisu, der per Kopf den 2:1-Siegtreffer erzielte (66.). "Genau deswegen haben wir ihn gebracht", verriet Gök. Iddrisu fehlte den Geesthachtern in den vergangenen Partien, gegen den SVNA war er nun der Herr der Lüfte.

"Wir haben viel zu viele Standards zugelassen. Nur dadurch war unser Gegner gefährlich", ärgerte sich SVNA-Co-Trainer Hendrik Freese. In der Offensive deuteten die Nettelnburger an, weshalb sie mit 61 Treffern den besten Angriff der Liga stellen. Doch gefällig spielten die Nettelnburger nur bis zum Strafraum, dann fehlte es am finalen Zuspiel. Als Alexander Barnewitz dieses in der 68. Minute mal an den Mann brachte, klingelte es auch gleich im FSV-Gehäuse. Alan Rabczewski spielte Keeper Marcel Boll den Ball zum zwischenzeitlichen 1:1 durch die Beine.

Der Ausgleich fiel in die beste Phase der Gäste. Kurioserweise spielte der SVNA da schon mehr als zehn Minuten in Unterzahl. Durch zwei berechtigte gelbe Karten hatte sich Pawel Golec vom Platz manövriert (54.). Das gab den Nettelnburgern wohl den nötigen Kick. "Wir haben das schon öfter erlebt, dass uns nach einem Platzverweis die Leidenschaft packt", meinte Freese. Bis zum Schluss glaubten die Gäste an den Ausgleich, kamen durch Rabczewski und Oliver Franz in der Nachspielzeit zu guten Einschussmöglichkeiten.

"Wir hätten den Sack viel früher zumachen müssen", monierte hingegen Gök. Aber das war ihm am Ende egal: "Wir wollten uns für die 1:5-Niederlage aus dem Hinspiel revanchieren. Das ist uns gelungen."

FSV: Boll; Kahraman (83. Marquardt), F. Tuncer, Iddrisu, Lübbers; Bektas; Gutzeit (90. Gabel), Tay. Cosgun, Rasminda; Tol. Cosgun, Wengorra (78. Harder).

SVNA: Mitrovic; Schreiber, Milke, Baranowski, Spiewak; Barnewitz, Golec, Franz, Kanar (66. Pawlak); Bultmann, Rabczewski.