Lauenburger SV

Ein Gefühl von Wehmut

Foto: Volker Koch

Reinbek. Derby-Sieg für die Handballer der Lauenburger SV zum Abschluss der Landesliga-Saison. Bei der SG Glinde/Reinbek gewannen die Lauenburger mit 26:21. Dennoch kam bei Trainer Carmelo Hadeler Wehmut auf.

Die Saison 2012/13 war nur wenige Minuten Geschichte, da machte sich bei Carmelo Hadeler bereits ein Gefühl von Wehmut breit. "Schade, dass jetzt Schluss ist. Wir sind im Laufe der Spielzeit immer besser geworden", erklärte der Spielertrainer der Lauenburger SV. Auch zum Saisonabschluss bei der SG Glinde/Reinbek wollte es die LSV noch einmal wissen. Im Vergleich mit den Gastgebern gingen die Lauenburger deutlich engagierter zu Werke und siegten verdient mit 26:21.

Die ersten 20 Minuten standen vor allem im Zeichen der beiden Torhüter Knut Thode (SG) und Jan Deppe (LSV). Bis dahin verlief die Partie ausgeglichen (7:7). Im Anschluss konnten sich die Gäste absetzen, zur Halbzeit stand es aus Sicht der Lauenburger 12:9. Bis auf fünf Tore wuchs der Vorsprung der Elbestädter an (17:12, 38.). Erst jetzt wehrte sich Glinde/Reinbek gegen die drohende Niederlage. Vor allem Florian Fronz brachte die SG mit seinen Toren wieder heran (16:18, 45.).

Doch nachdem der überragende Frank Mathias mit einem kuriosen Treffer zum 19:16, dem zwei Ganzkörperdrehungen vorausgegangen waren, die LSV wieder mit drei Toren in Führung warf, war der Siegeswille der Gastgeber gebrochen. Da nützte auch kein rhythmisches Klatschen der SG-Anhänger unter den 130 Zuschauern. "Wir haben das richtig gut gemacht", resümierte Hadeler.

Nicht so gut sieht es bei der LSV in Sachen Kaderplanung für die kommende Saison aus. Mit Christopher Stapelfeldt, Florian Simon, Sven Schmidt, Enrico Gau und Ole Horstmann verlassen gleich fünf Spieler die Landesligamannschaft der Lauenburger. Anders sieht es bei der SG Glinde/Reinbek aus. Das Team bleibt zum großen Teil zusammen, die wichtigste Personalentscheidung ist auch gefallen. Mit Joachim Restorff, der in der abgelaufenen Saison die Landesliga-Frauen der GHG Hahnheide gecoacht hat, konnte die SG einen ausgewiesenen Handball-Fachmann als Trainer verpflichten.

SG-Tore: Karger (7/2), Fronz (5), Schadow (3), Bernetzeder, Podratz (je 2), Muchewitz, Derrey (je 1).

LSV-Tore: Mathias (9), Schwarz (6/2), Horstmann (4), Hadeler (3), Simon (2), Börger, Fengler (je 1).

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