Handball-Oberliga

Höhenflug gestoppt - Elbdiven unterliegen 16:23

Foto: Thomas Rokos

Lauenburg. Gegen den TSV Wattenbek kassierten die Oberliga-Handballerinnen der Lauenburger SV eine deutliche Niederlage. Nach den guten Leistungen in den Vorwochen hat Trainer Rolf Ahrenbog jedoch bei der LSV verlängert.

Franziska Hahn war frei durch. Einzig Tanja Rathje, die großgewachsene Torfrau der Gäste vom TSV Wattenbek, stand der Rückraumspielerin noch im Weg. Die Oberliga-Handballerin der Lauenburger SV fixierte das linke Toreck und schloss ab, die Kugel aber rauschte am Kasten vorbei (23.). Eine Minute später, der Tabellenfünfte aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde führte mit 7:6, bot sich Hahn in einer identischen Szene die Chance zur Wiedergutmachung. Erneut sollte das Spielgerät in die linke Ecke, dieses Mal stand der Pfosten im Weg. Ein entsetzter Aufschrei des Publikums folgte. Allein im ersten Durchgang vergaben die "Elbdiven" acht Tempogegenstöße. Kein Wunder also, dass es die erste Heimniederlage gegen den TSV seit 2007 setzte - 16:23.

Zugleich stoppten die Gäste den Lauenburger Höhenflug. Zuletzt hatte die LSV Anfang Dezember verloren (26:35 beim TSV Ellerbek). "Wir spielen sowieso nicht um die Meisterschaft mit", kommentierte Trainer Rolf Ahrenbog trocken. Höhere Aufgaben setzen sich in dieser Spielzeit hingegen die Wattenbekerinnen, die unter anderem die ehemalige Zweitligaspielerin Svenja Hollerbuhl in ihren Reihen haben. "Sie haben wir jedoch gut in den Griff bekommen", befand LSV-Youngster Anna Marcela Krajewski. In der Tat erzielte die zurzeit beste Oberliga-Schützin nur fünf Treffer, davon einen Siebenmeter. Das Problem: Die Gastgeberinnen manövrierten sich selbst ins Abseits.

Auf die schwache Abschlussquote in Durchgang eins, der aus LSV-Sicht mit 8:12 endete, folgte ein indisponierter Start in Hälfte zwei. Fehlpässe im Aufbauspiel sorgten rasch für eine deutlichere Gästeführung (15:8, 34.). Daran schlossen sich weitere Unkonzentriertheiten an, wie etwa ein vergebener Siebenmeter von Lena Mehrkens (42.) und ein übermotivierter Pass von Sabine Krüger, der ins Leere lief (44.).

Während die Partie deshalb bereits nach 51 Minuten entschieden war - der TSV führte 22:13 -, sorgte Ahrenbog nach dem Abpfiff dennoch für positive Nachrichten. Grund: Der 38-Jährige bleibt auch in der kommenden Saison LSV-Trainer. Seine Zukunft hatte Ahrenbog angesichts der schwachen Auftritte in der Hinrunde offen gelassen. "Ich wollte eine Veränderung sehen", stellte der Coach klar. Die Leistungen in den Vorwochen, durch die sich die Lauenburgerinnen aus dem Tabellenkeller befreiten, waren zugleich ein deutliches Signal der Mannschaft pro Ahrenbog. Da ist eine Leistung wie gegen Wattenbek zu verschmerzen.

LSV-Tore: Mehrkens (7/3), Lemmermann (4), Geschke, Krajewski (je 2), Hahn (1).