Hallenturnier

Technisch sauberer Fußball statt "Bandengekloppe"

Schwarzenbek (vg). "Das ist keine reine Spaßveranstatung für uns", hatte Kim Koita, Trainer des Fußball-Landesligisten SC Schwarzenbek, sein Team gewarnt.

Immerhin traten die Europastädter beim 1. RTN-Fassaden-Cup, wie das Schwarzenbeker Hallenfußball-Turnier jetzt heißt, nicht nur als Gastgeber, sondern auch als Titelverteidiger an. Der Sponsor und 2. Vorsitzende Thomas Nowottnick hatte sogar extra einen Satz neuer, blütenweißer Trikots gestiftet. Doch anders als vor einem Jahr hatten die Schwarzenbeker dieses Mal in engen Partien nicht das Glück auf ihrer Seite. So mussten sie sich beispielsweise dem späteren Turniersieger, dem Allstar Team, in der Vorrunde nur knapp mit 0:1 geschlagen geben, schieden aber trotzdem sang- und klanglos frühzeitig aus.

Der Sieg des Allstar Teams war natürlich keine Überraschung. Mit Spielern wie Henrik Dettmann (HSV), Marco Theetz, Jan Landau, Sven Möller (alle SVCN), Christoph Hammel (SCS) oder Keeper Tino Nennhaus (VfL Lohbrügge) war von Anfang an zu erwarten gewesen, dass die Vergabe der 300 Euro Siegprämie nur über dieses Team gehen würde. Landau war mit sieben Treffern zudem auch der beste Torschütze des Turniers.

Ansprechender Fußball wurde aber von allen Teams geboten, nicht nur von den "Allstars". Organisator Frank Flatau macht dafür die Verhältnisse in der Sporthalle Buschkoppel mit verantwortlich, wo es im Gegensatz zu anderen Hallen keine Rundum-Bande gibt. "Dadurch sind die Mannschaften gezwungen, sich stärker zu konzentrieren", analysiert er, "die Zuschauer wollen doch schließlich technisch guten Fußball sehen, nicht nur Bandengekloppe."

Eine unschöne Szene bekamen die rund 350 Zuschauer in der Halle allerdings auch geboten. Im Vorrunden-Spiel zwischen Hamwarde und dem Klub Kosova (1:2) wurde der Hamwarder Gordian Dähn von seinem Gegenspieler rüde am Knie erwischt. Der Kosova-Spieler sah dafür die Rote Karte. "Eine Zwei-Minuten-Strafe hätte es aber wohl auch getan", urteilte Hamwardes Coach Henrik Voigt. Unabhängig davon spielte sich Kosova danach noch bis ins Finale durch, wo sie dem Allstar Team mit 0:2 unterlagen.