AWF-Aktas-Cup

Revolution niedergeschlagen

Geesthacht. Glanzvoller hätte die Eröffnung des Finalturniers zum AWF-Aktas-Cup gestern in der Geesthachter Sporthalle am Neuen Krug kaum ausfallen können.

Ali Aktas, Sponsor und Ehren-Vorstandsmitglied des ausrichtenden FSV, begrüßte die zwölf Mannschaften und die Zuschauer nacheinander auf Deutsch, Türkisch, Französisch, Englisch, Russisch und Chinesisch und verlieh dem Event damit internationales Flair. Nun wäre es an den Fußballern gewesen, ähnlich Herausragendes folgen zu lassen, doch das sah anfangs noch etwas zurückhaltend aus. Zu groß war die Sorge, sich zu verletzen. Erst mit den K.o-Spielen legten die Akteure los. Schließlich ging es ja um 1000 Euro Preisgeld.

Sportlich war das Turnier so spannend wie selten zuvor. Für die Futsal-Spezialisten der Hamburg Panthers und vom Team Yasar mit ihrer Tiki-Taka-Show hatte sich nämlich unverhofft ein neuer Konkurrent ergeben. Aus dem "Auswahlteam", dem Sieger des Qualifikationsturniers vom Sonnabend, waren über Nacht die "Allstars" geworden, eine noch mal um Ballkünstler wie Dennis Tornieporth, Christoph Hammel oder den Wilhelmshavener Regionalligaspieler Fousseni Allassani verstärkte Mannschaft. "Wir wollen den Futsalern zeigen, dass wir Fußballer auch Halle spielen können", schickte Hammel gleich mal eine Kampfansage rüber. Na, das konnte ja heiter werden!

Bis zum Halbfinale lief dann auch alles nach Plan. Die drei großen Favoriten spielten sich sicher durch, dazu kam der Lüneburger SK - sicher auch keine Überraschung. Für Aufsehen sorgten aber auch andere Teams: Gastgeber FSV schaffte es immerhin ins Viertelfinale, wo sie dann aber gegen Lüneburg (0:6) chancenlos waren. Kurios war der Auftritt des SC Vier- und Marschlande, der nach zwei Niederlagen eigentlich schon ausgeschieden war, dann aber mit einem 8:1-Kantersieg gegen Oststeinbek auf den letzten Drücker doch noch das Viertelfinal-Ticket löste, wo dann aber Schluss war.

Im Halbfinale mussten sich die Allstars dann Titelverteidiger Team Yasar knapp mit 4:5 beugen. "Das war das beste Spiel des Turniers", freute sich Organisator Ismail Gök. Im Finale setzte sich das Team Yasar dann mit 2:1 gegen Lüneburg durch. Die Revolution von Hammel und Co. ist also niedergeschlagen - zumindest bis zum nächsten Jahr.