"Elbdiven"

Wenn der Griff in die Trickkiste nichts nützt

Lauenburg (ols). Anja Lattki hatte sich etwas Besonderes überlegt.

Weil die Oberliga-Handballerinnen der Lauenburger SV zuletzt eine unterirdische zweite Halbzeit gespielt hatten - gegen Lübeck 76 gelangen nur fünf Treffer -, ließ die LSV-Torwarttrainerin zu Beginn der zweiten 30 Minuten gegen den TSV Altenholz erneut die Einlaufmusik abspielen. Eigentlich wird diese Prozedur nur vor dem Anwurf vollzogen. Doch nun liefen die "Elbdiven" wieder unter dem Applaus der Zuschauer ein. "Es sollte bei 0:0 losgehen", erklärte Lattki, die den erkrankten Trainer Rolf Ahrenbog vertrat. Aber auch dieser Psychotrick fruchtete nicht. Die LSV verlor 16:21.

Knackpunkt der Partie waren die letzten neun Minuten, in denen die Gastgeberinnen keinen einzigen Treffer mehr erzielten. Bis zur 51. Minute hatten die Lauenburgerinnen die Partie ausgeglichen gestaltet (16:16). Das lag vor allem an einer bärenstarken Lena Gansor-Kaatz, die großartige Paraden zeigte. "Mit so einer Torhüterin müssen wir dieses Spiel eigentlich gewinnen", klagte Lattki. Doch am Ende stand der Tabellenletzte einmal mehr völlig neben sich.

LSV-Tore: Koch (5), Geschke (4), Knakowski (3/1), Streisel (2), Jender, Krüger (je 1).