Kreisliga-Kolumne

Serientäter: Lauenburger SV

Schrecksekunde: Der Düneberger SV und die Lauenburger SV schenkten sich in der Fußball-Kreisliga 3 nichts. In einem umkämpften Nachbarschaftsduell bekam das besonders Lauenburgs Timo Lenz zu spüren. Nach einem Zusammenprall mit Ayhan Temirci (siehe Foto) knallte der 18-Jährige ungebremst auf den Rücken. Für LSV-Trainer Markus Behnke war es eine Schrecksekunde: "Ihm ist die Luft weggeblieben. Ich dachte schon, er hätte ein Gehirnerschütterung." Doch nach kurzer Behandlungspause konnte Lenz weitermachen und später den zehnten Sieg seines Teams in Folge bejubeln. Erstmals beim 2:0 im LSV-Dress dabei war der Ex-Düneberger Malte Zakrzewski.

Methusalem: "Ich bin der Jupp Heynckes der Kreisliga", sagt Peter Mattolat. Der Neu-Trainer des FC Lauenburg ist wie sein Pendant von Bayern München Jahrgang 1945. Der 67-Jährige hatte bei seiner ersten Amtszeit den FCL 2001 in die Kreisliga geführt. Inzwischen ist Mattolat, der zuletzt drei Spielzeiten beim TuS Hohnstorf gearbeitet hat, zum dritten Mal da. "Ich helfe bis zum Saisonende und will mich nicht mehr ärgern", betont der Trainer-Methusalem. Beim 2:1 über Altengamme II gab es dafür keinen Grund.

Traum-Duo gesprengt: Sie sind die Garanten für den Erfolg des SC Wentorf. Ohne Ilker Tiras und Arnold Lechler, die zusammen mehr als die Hälfte aller Tore des Tabellenführers erzielt haben, geht beim SCW wenig. Gut also, dass nur noch ein Spiel vor der Winterpause ansteht. Denn beim 3:1 über die TuS Dassendorf II - Tiras und Lechler trafen je einmal - wurde das Duo gesprengt. Tiras brach sich bei einem Zweikampf das Schlüsselbein und fällt vorerst aus.

Unglückliche Rückkehr: Persönlich hätte für Tim Jarama das Startelfdebüt beim ETSV Hamburg nicht besser laufen können. Im September 2011 hatte er sich gegen den FC Lauenburg Schien- und Wadenbein gebrochen und war bislang über Kurzeinsätze nicht hinausgekommen. Nun stand er erstmals in der ersten Elf und traf gegen den SV Hamwarde prompt zur 1:0-Pausenführung. Völlig entkräftet blieb er zur Halbzeit draußen. Von dort musste er mit ansehen, wie sein Team den Vorsprung gegen den Favoritenschreck noch verspielte. Der SVH (schon sechs Siege in Folge) hatte schon Spitzenreiter Wentorf bezwungen.

Ritterlich: Obwohl der Escheburger SV sein Wechselkontingent im Kellerduell bei der TSG Bergedorf (2:4) bereits ausgeschöpft hatte, beorderte ESV-Trainer Pascal Schwarz André Ritter vom Feld. Damit bewahrte er seinen erbosten Akteur vor einem Platzverweis. "Mit dieser Aktion verdient er meinen Respekt", sagte TSG-Coach Jens Andorf.

Alle Neune: Maxwell Phelps war nicht zu beneiden. Der Trainer des SC Wentorf II musste bei seinem ersatzgeschwächten Team als Torwart aushelfen, damit der SCW beim SC Eilbek vollzählig antreten konnte. Der frühere Abwehrspieler war nicht zu beneiden, kassierte neun Gegentore. Immerhin parierte Phelps bei der 1:9-Pleite einen Foulelfmeter.