Bezirksliga

FSV Geesthacht vor dem Tor gnadenlos effektiv

Nettelnburg (ols). Idris Gümüsdere befand sich in bester Schussposition. Doch anstatt aus 18 Metern einfach abzuziehen, setzte der defensive Mittelfeldspieler des FSV Geesthacht auf seine Dribbelkünste und ließ einen sehenswerten Sololauf folgen.

"Ich wollte auf Nummer sicher gehen", merkte der Ex-Profi später mit einem Augenzwinkern an. Gümüsdere ließ die Hintermannschaft des SV Nettelnburg/Allermöhe wie Fahnenstangen stehen und verlud schließlich auch Keeper Kai Erschens - das 4:1 (84.) und der Schlusspunkt des Duells in der Fußball-Bezirksliga, in dem der FSV nicht deutlich besser aber gnadenlos effektiv war.

Nettelnburgs Dennis Haunert traf bereits nach 180 Sekunden die Latte, Daniel Schaible in Minute 33 den Pfosten. Die Geesthachter, die erst nach einer Viertelstunde ins Spiel fanden, machten es besser. Als sich zwei Nettelnburger bei einem hohen Ball im Mittelfeld nicht einig waren und letztlich niemand eingriff, sprang die Kugel Pascal Pietsch vor die Füße, der allein auf das SVNA-Tor zulief und einschob (40.). Die Nettelnburger suchten nach einer schnellen Antwort, doch der agile Schaible scheiterte zweimal (43., 45.).

Nach dem Wechsel erwischten die Gastgeber den besseren Start, doch Eugen Del (47.) und Franz (48.) vergaben weitere gute Möglichkeiten. Es folgte das nächste Beispiel Geesthachter Effektivität. Allerdings wieder unter gütiger Mithilfe der Hausherren: Nach einer hohen Hereingabe bekam der SVNA den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum, Michel Harder nutzte dies zum 2:0 (49.).

Zwar verkürzte Schaible nur fünf Minuten später, doch das Anschlusstor setzte keine neuen Kräfte frei. Während der FSV offensiv zunächst die Arbeit einstellte, fehlten den Gastgebern die Ideen. Erst in der 69. Minute wurde es wieder gefährlich, doch erneut stand dem SVNA das Aluminium im Wege: Ein Freistoß von Schaible klatschte an die Latte.

Die Gäste legten in der Schlussphase wieder zu und prompt nach. Homan Khastoo besorgte das 3:1 (80.), ehe Gümüsdere den Endstand markierte (84.). "Dieses Ergebnis ist einfach peinlich", ärgerte sich Nettelnburgs Co-Trainer Hendrik Freese. Doch für höhere Aufgaben fehlt in dieser Saison einfach die Qualität.

Gümüsdere konnte sich hingegen gleich dreifach freuen. Neben dem Sieg, durch den der FSV Platz drei festigt, durfte der Ex-Profi endlich über sein erstes Saisontor jubeln und machte sich dazu gleich selbst ein Geburtstagsgeschenk. Am Sonnabend wurde der Mittelfeldspieler 36 Jahre alt. "Wir haben zurzeit Spaß am Fußball", frohlockte das Geburtstagskind nach dem Abpfiff. Er ganz besonders.

SVNA: Erschens; Barow, Baranowski (77. Freese), Nowacki, Günay; Franz, Neumann, Haunert, Schaible, Barnewitz; Del. FSV: Damaske; Lübbers, F. Tuncer (56. Gabel), Harder, Bektas; Gümüsdere, Topcu, Rasminda, Khastoo, T. Tuncer (62. Cakmak); Pietsch (85. Anilir).