Kreisligakolumne

Torchancen im Dutzend

Grundt rettet Punkt: Nach dem Spiel beim Escheburger SV war Gerald Dick mächtig sauer. Ein gutes Dutzend Torchancen hatte der Sportliche Leiter des Düneberger SV für seine Mannschaft gezählt. Doch jubeln durfte der 48-Jährige nur zweimal: als der DSV jeweils die Escheburger Führung ausgleichen konnte. In der Schlussminute musste Dick dann nach einem Konter auch noch zittern. Doch DSV-Torhüter Tim Grundt rettete seinem Team zumindest den einen Punkt.

Vorgeführt: Selbst von Tabellenführer SC Wentorf ließen sich die Kreisliga-Fußballer der Lauenburger SV nicht stoppen. Das 5:2 war schon der achte Sieg der Elbestädter in Folge. Ihr Rückstand zum neuen Spitzenreiter ETSV Hamburg beträgt nur drei Punkte. Haben die Lauenburger etwa Titel-Ambitionen? "Wir nehmen mit, was wir kriegen. Aber wir machen uns überhaupt keinen Druck", sagt LSV-Trainer Markus Behnke. Derweil ärgerte sich Wentorfs Coach Maxwell Phelps über das Auftreten seiner Mannschaft. "Ich bin stinkesauer. So darf man sich als Spitzenreiter nicht präsentieren. Wir sind in der ersten Hälfte vorgeführt worden", schimpfte er.

Starker Einstand: Als einziger Akteur der letztjährigen 2. Herren des ETSV Hamburg, die aus der Kreisliga 4 abstiegen war, schaffte Torsten Knoblauch den Sprung in den Liga-Kader der "Eisenbahner". Nach lang anhaltenden muskulären Probleme feierte der 26-Jährige indes erst jetzt, beim SV Altengamme II, seinen Einstand. Im defensiven Mittelfeld lieferte er nach seiner Einwechslung (25.) eine ganz starke Partie ab und traf zum 3:1-Endstand. Zwei Stürmer hat ETSV-Coach Karsten Weiß derweil aus seinem Aufgebot gestrichen: Omid Khodabakhshian und Matteusz Stefanowski zeigten nicht den erforderlichen Einsatz.

Kunstschuss: Hätte ein Amateurfilmer die Partie zwischen dem SC Wentorf II und dem SV Tonndorf-Lohe II (4:1) aufgenommen, der Ehrentreffer der Gäste wäre jetzt ein Renner bei "YouTube". Marco Ebensen verwandelte eine Ecke von rechts mit dem rechten (!) Fuß direkt. "Der knallte unter die Latte. Ein geiles Ding", bekundete SCW-Coach Maxwell Phelps seinen Respekt.

Einstand verpatzt: Bei seinem Einstand als neuer Trainer des FC Lauenburg hielt sich Peter Mattolat, der die Mannschaft noch nicht genau kennt, zurück und überließ seinem Assistenten Nuri Barcin die Anweisungen in der Partie bei Ohe II. Doch auch das half nichts: Die Lauenburger unterlagen mit 0:1.

Magische Hände: Als Nils Lawer in der 74. Minute gegen den SC Eilbek von der Strafraumgrenze traf, gab es kein Halten mehr. Alle Auswechselspieler des Oststeinbeker SV II rannten auf das Feld, um den Torschützen zu feiern. Es sollte der einzige Treffer im Spitzenspiel der Kreisliga 4 bleiben. Der eigentliche Held der Partie war jedoch nicht der 19-jährige Lawer, sondern OSV-Keeper Florian Urbanietz. "Der hat Dinger gehalten, so etwas habe ich noch nicht gesehen", zollte ihm sein Trainer Horst Mohrmann Respekt.

Magische Hände II: Nach dem frühen 1:0 gegen den SVNA II in der achten Minute hatte Torhüter Torben Bohnhoff seine liebe Mühe, die Führung für den SV Hamwarde festzuhalten. "Drei-, viermal hat er richtig gut gehalten", gab's nach dem Spiel, das 3:0 endete, ein Extra-Lob von Trainer Henrik Voigt. Bohnhoffs Gegenüber, SVNA-Schlussmann Tim Graupe, fiel dagegen negativ auf. Er sah nach einer Tätlichkeit Rot (85.), sodass für die verbleibenden Minuten Verteidiger Fabian Messerschmidt ins Tor musste.