Pokal-Achtelfinale

Das Pflichtspiel des Jahres

Schwarzenbek. Beim SC Schwarzenbek jagt ein Höhepunkt den nächsten. Gerade einmal zwei Monate ist es her, dass sich der Hamburger SV an der Schützenallee vorstellte.

Das Freundschaftsspiel (Endstand: 0:12) vor mehr als 3000 Zuschauer war ein mediales Großereignis, schließlich lief Rafael van der Vaart erstmals nach seiner Rückkehr zum Bundesliga-Dino im HSV-Dress auf. "Das war unser Spiel des Jahrzehnts", erinnert sich der Trainer des Fußball-Landesligisten Kim Koitka zurück. Nun steht für die Schwarzenbeker das Pflichtspiel des Jahres vor der Tür. Im Achtelfinale des Oddset-Pokals geht es heute Abend gegen den SC Victoria (19.30 Uhr, Schützenallee).

"Im Fernsehen läuft kein Fußball. Hoffentlich kommen dann ein paar Zuschauer mehr zu uns", sagt der Sportliche Leiter des SCS, Frank Flatau. Zumal die Partie für die Europastädter ein Novum ist. Nie zuvor standen sie im erlauchten Kreis der letzten 16 Mannschaften.

Das Los hätte allerdings nicht schwerer sein können. "Vicky" ist nicht nur Titelverteidiger sondern auch einziger Regionalligist im Wettbewerb. "Wenn wir in die Verlängerung kommen würden, wäre das für uns schon ein großer Erfolg. Aber mal ehrlich: Alles andere als eine deutliche Niederlage wäre eine Überraschung", sagt Coach Koitka. Zumal sein Team von seiner Topform meilenweit entfernt ist. Aus den vergangenen fünf Spielen holte der SCS bei 5:17-Toren gerade einmal einen Punkt. "Eine Chance gibt es immer: Das ist schließlich ein Pokalspiel", versprüht Flatau Optimismus.

Die Gäste aus Eimsbüttel hatten zuletzt auch wenig Grund zur Freude. Der Viertliga-Aufsteiger unterlag jüngst der zweiten Mannschaft des VfL Wolfsburg mit 0:4 und belegt nur den 17. Platz. Die bisherigen Pokalpartien nutzte Victoria zur Bewältigung des Liga-Frustes. Bilanz der vier Partien: 38:2-Tore.

Kleine Randnotiz: Für "Vicky"-Übungsleiter Lutz Göttling ist die Fahrt nach Schwarzenbek die bisher kürzeste Pflichtspielreise der Saison: Göttling wohnt in Börnsen.