VfL Geesthacht

Brodeßer: "Wir sind keine Überflieger"

Geesthacht (ols). Obwohl die Handballerinnen des VfL Geesthacht bisher souverän durch die Landesliga marschiert sind, bleibt Thomas Brodeßer zurückhaltend.

"Hier kann jeder jeden schlagen. Wir sind keine Überflieger", erklärte der VfL-Trainer demütig. Auch vor dem Duell gegen Schlusslicht HSG Tills Löwen war der VfL gewarnt. Schließlich hatte die Spielgemeinschaft nur zwölf Gegentreffer mehr kassiert als der Ligaprimus aus Geesthacht. "Die haben sich noch von keinem Gegner abfüttern lassen", wusste der VfL-Trainer. Sein ersatzgeschwächtes Team löste die Aufgabe aber souverän und siegte mit 26:15.

Einmal mehr ragte Marion Meschede beim VfL heraus. Trotz einer Bänderverletzung im Sprunggelenk markierte die Rückraumspielerin nach 14 Treffern in der Vorwoche nun 10 Tore in 35 Minuten Spielzeit. "Sie ist ein Phänomen", staunte Brodeßer. Trotzdem muss der Coach im Rückraum weiter improvisieren, da "Motivatorin" Sylvia Schmenk und Ausnahmekönnerin Ina Dehms nach Kreuzbandriss noch für längere Zeit ausfallen werden. "Wir stehen immer wieder vor neuen Herausforderungen", sagte Brodeßer. Doch Janina Ziemek, die die Rolle von Dehms übernahm, sowie Sandra Tode und Stephanie Gelsen, die sich Schmenks Part teilten, wussten zu überzeugen. Nach einem 11:7 zur Halbzeitpause brachte der VfL den siebten Sieg im achten Saisonspiel locker über die Zeit.

VfL-Tore: Meschede (10/4), Franke (6), Behrens (4), Bostel, Ziemek (je 2), Clausen, Wiebracht (je 1).