Karate

Vor 500 Zuschauern die Nerven behalten

Bergedorf (bra). Es ist vollbracht! Noch im vergangenen Jahr war Christoph Ackermann deutscher Vizemeister - jetzt hat sich der 13-Jährige den Titel bei den deutschen Karate-Meisterschaften im Finale bis 48 Kilogramm gesichert.

In der HUK-Arena von Coburg (Bayern) bezwang der Schüler seinen Gegner Nils Tönnis (Karate Dojo Kempen) mit 2:1. Der Karateka der TSG Bergedorf behielt einen kühlen Kopf - trotz der großen Erwartungen seines Trainers Ibo Günes und einer tollen Kulisse von rund 500 Zuschauern. Damit hat sich Ackermann bereits für die Europameisterschaft 2013 in Konya (Türkei) qualifiziert.

In Coburg krönte das junge Karate-Ass, das bereits im deutschen Talentkader trainiert, seine bisherige Laufbahn. Karate betreibt Ackermann schon seit seinem fünften Lebensjahr. "Es geht darum, nicht nur draufzuhauen, sondern zu lernen, sich zu verteidigen", beschreibt er die Faszination der Disziplin Kumite (Kampf). Der Schüler der Stadtteilschule Richard-Linde-Weg stammt aus einer karatebegeisterten Familie. Auch seine Eltern und seine elfjährige Schwester Katharina betreiben den Sport.

Sie erreichte bei ihrer ersten Meisterschafts-Teilnahme den fünften Platz. "Wir wollten einige gute Platzierungen holen und Erfolge waren fest eingeplant, aber das wir so eine beachtliche Figur abgeben, hätte ich nicht voraussagen können", analysierte Trainer Günes stolz. Tatsächlich standen noch zwei weitere TSG-Sportler auf dem Treppchen: Alex Kopp (bis 38 kg) wurde Zweiter, Maximilian Moor (bis 33 kg) Dritter seiner Klasse. Damit waren die Bergedorfer der viertbeste Verein Deutschlands.