Handball

Trainer Ahrenbog kritisiert "Elbdiven"

Foto: Rokos

Lauenburg. Nach der 23:32-Pleite gegen die HSG Kropp/Tetenhusen ging Trainer Rolf Ahrenbog hart mit den Oberliga-Handballerinnen der Lauenburger SV ins Gericht. Für die LSV war es bereits die siebte Niederlage im achten Spiel.

In Minute 48 hatten die Oberliga-Handballerinnen der Lauenburger SV alle Trümpfe in der Hand. Nach einer weiteren Zeitstrafe für die Gastgeberinnen der HSG Kropp/Tetenhusen spielten die "Elbdiven" in doppelter Überzahl weiter. Doch es folgte die Ernüchterung, denn die Gäste verloren diesen Abschnitt mit 0:3. Am Ende ging das Tabellenschlusslicht gar mit 23:32 baden. Rolf Ahrenbog übt nun Kritik an seinen "Elbdiven."

"Ich trainiere eine Mannschaft, weil ich ein Team entwickeln will und nicht, weil sich die Spielerinnen untereinander gut verstehen", erklärte der LSV-Trainer. Doch schon seit Monaten ist diese Entwicklung ins Stocken geraten. Wie auch der Wille der Lauenburgerinnen, an der Situation etwas zu ändern. Beispiel: die Trainingsbeteiligung. Im Schnitt kommen sieben Spielerinnen, gerade einmal die Hälfte des Kaders. Sechs Wochen lang trainierte Ahrenbog zuletzt ohne Kreisläuferin. Absagen ereilen den Coach zum Teil kurz vor Beginn der Übungseinheiten. Die Leistungen auf dem Feld sind da wenig überraschend.

Zwar fehlte die verletzte Lena Mehrkens auch beim Tabellendritten an allen Ecken und Enden, viel schlimmer allerdings: Selbst nach der siebten Pleite im achten Spiel haben die Spielerinnen den Ernst der Lage nicht begriffen. "Die sind noch relativ entspannt", meint Ahrenbog. Deshalb gerät auch der Trainer ins Grübeln. Zwar denkt Ahrenbog zurzeit nicht an einen vorzeitigen Abschied, doch mit jeder weiteren schwachen Leistung wird auch er irgendwann die Geduld verlieren. "Wir sind zu schnell zufrieden", findet der 38-Jährige und hofft auf eine Reaktion.

Die ist auch nötig. Denn die Zielvorgabe gegen den Tabellennachbarn SG Todesfelde/Leezen (Sonnabend, 17 Uhr, Hasenberg-Halle) ist eindeutig. "Da muss gewonnen werden. Fertig!", fordert Coach Ahrenbog. Das letzte Wort haben allerdings seine "Elbdiven".

LSV-Tore: Knakowski (7/5), Lemmermann (4), Geschke, Heins, Koch (je 3), Gillwald, Hahn, Krajewski (je 1).