SVCN

Landau, immer wieder Landau

Curslack. Der Bewegungsradius von Jan Landau war gering. Der Angreifer des Fußball-Oberligisten SV Curslack-Neuengamme stand im Mittelkreis und wartete darauf, dass der SV Lurup eine Ecke ausführt (67.).

Weil sich das hinzog, schlurfte der 23-Jährige gelangweilt nach links, dann nach rechts und schließlich vorwärts - im verlangsamten Zeitlupentempo. Der Blondschopf wirkte in diesem Moment so gefährlich wie eine enthauptete Schlange. Nichtsdestotrotz ging Gäste-Akteur Konstantin Ockasov jeden kleinen Schritt mit. Er suchte sogar den Körperkontakt mit dem Vierländer Torjäger und zupfte an dessen Trikot, obgleich das runde Leder noch immer nicht im Spiel war. Die penetrante Sonderbewachung mit Tendenz zum Stalking hatte Landau durch seine zwei Treffer (15., 17.) im ersten Abschnitt provoziert. Anschließend nahm sich der SVL des Ausnahmekönners "liebevoll" an und dem SVCN ging irgendwie die Inspiration verloren. Am Ende blieb es beim glanzlosen 2:0-Erfolg.

Landau, immer wieder Landau. In Heimspielen trifft der von Bergedorf 85 an den Gramkowweg gewechselte Stürmer besonders gerne. Und das doppelt. Bereits die Partien gegen Altona 93 (2:1) und den SC Vier- und Marschlande (3:1) hatte er mit je zwei Treffern fast im Alleingang entschieden. Nun folgte der dritte Doppelpack. Und abermals waren Landaus Tore zum mit der Zunge schnalzen. Zunächst drosch er eine mustergültige Vorlage von Rinik Carolus trocken ins Eck, dann setzte sich der Stürmer geschickt durch und schaute Lurups Keeper Dennis Kubowski aus. Im Anschluss trat der 23-Jährige etwas in den Hintergrund. Seine Sturmkollegen Pascal Eggert und Alexander Pohlmann aber konnten die Bühne nicht nutzen. Insbesondere Letzterem klebte das Pech an den Stiefeln. "Er hat sein bestes Spiel für uns gemacht, aber kein Tor. Unglaublich", hatte SVCN-Trainer Torsten Henke Mitleid mit dem früheren Oststeinbeker.

Dieser hätte spätestens in der 52. Minute seinen ersten Oberliga-Treffer für Curslack erzielen müssen, zögerte jedoch zu lange und ließ sich in letzter Sekunde noch abdrängen. Die weiteren Vierländer Bemühungen gegen harmlose Gäste, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben, endeten ebenfalls kläglich. "So viele Chancen hatten wir noch in keinem Spiel zuvor", sagte Henke und nahm auch seinen Matchwinner nicht aus der Kritik aus: "Bei ihm ist es halt so, dass er dann auch mal zufrieden ist, wenn er zwei gemacht hat."

SVCN: Böse (3); Wulff (3), Barlak (3), Theetz (3), Carolus (2); Zöpfgen (3), Papke (3), Wilhelm (3) ab 68. Kock (-); Eggert (3) ab 82. Hoppe (-), Landau (2), Pohlmann (3) ab 76. von Hacht (-)