Basketball

Dritter Sieg: Nur einer ist unzufrieden

Bergedorf (mak). Mit weit ausgebreiteten Armen stand Vladimir Migunov vor seinem Trainer. Immer wieder zuckte der 1,93 Meter große Basketballer der TSG Bergedorf resignierend mit den Schultern.

Und dass, obwohl sein Team mit einem 80:74 gegen den BC Hamburg den dritten Sieg in der 2. Regionalliga einfahren konnte. Doch Migunov war unzufrieden, hatte ihn TSG-Trainer Bernardo Velarde zum zweiten Mal in dieser Saison nicht mal für eine Minute aufs Feld geschickt. "Wir haben eine so hohe Qualität im Kader. Es geht nur um Leistung", erklärte Velarde.

Dabei hatten fast alle TSG-Spieler Einsatzzeit bekommen. An der deutlichen Überlegenheit der Gastgeber änderte das lange Zeit wenig. Nach einem noch ausgeglichenen ersten Durchgang (21:18) zog die TSG vor der Halbzeit davon (43:34). Die Schlüsselszene des zweiten Viertels ereignete sich zwei Minuten vor Schluss, als TSG-Spielmacher Jermaine Calvin verhinderte, dass der BC bis auf zwei Punkte herankam: Er warf einen "Airball", sprintete zurück und klaute BC-Spieler Konrad Lüders kurz vor dem TSG-Korb wieder den Ball. Im Gegenzug sorgte der US-Amerikaner für das 38:32. Es war Calvins beste Aktion.

Vor den Augen des 1. Vorsitzenden Boris Schmidt wirkte er über weite Strecken vor allem in der Offensive zu hektisch und unkonzentriert. "Ich bin einfach nicht ins Spiel gekommen", erklärte Calvin. Dennoch lagen die Bergedorfer am Ende des dritten Viertels mit 14 Punkten vorn (65:51). Der sonst so angespannt wirkende Velarde zeigte sich ob der deutlichen Führung gelassen und ließ im vierten Durchgang seine erste Fünf lange auf der Bank. "Vielleicht habe ich die Spieler, die sonst nicht von Anfang an spielen, zu früh gebracht", hinterfragte sich der TSG-Coach. Denn im letzten Viertel wurde es noch einmal unnötig spannend. Der BC kam bis auf drei Punkte heran.

"Das Ergebnis hätte natürlich höher ausfallen können. Aber ich vertraue allen meinen Spielern", bilanzierte Velarde. Davon bekam Migunov bis jetzt noch nicht so viel zu spüren. Auch in der ersten Partie gegen die Lübecker TS, die wegen des Einsatzes eines nicht spielberechtigten Akteurs nachträglich 20:0 für die TSG gewertet wurde, hatte er nur zuschauen dürfen.

TSG-Punkte: Georgiev (19), Calvin (14), Grübler (10), Kitatu (9), Klebba (8), Efevberha (7), Ilic (5), Simon (4), Kießling, Zumaev (je 2).