Bergedorf 85

Neues Verwirrspiel um gesperrte Kicker

Bergedorf (vg). Im Zeitalter des Internets jagen sich die Gerüchte schneller als man sie dementieren kann.

"Protest stattgegeben", hieß es gestern im Forum von www.hafo.de , der 2:1-Sieg des Fußball-Oberligisten Bergedorf 85 gegen die SV Halstenbek-Rellingen vom vergangenen Sonnabend sei bereits in eine 0:3-Niederlage umgewertet. "Wir nehmen keine Umwertungen vor, bevor nicht die Verhandlung war", sagt hingegen Thorsten Picker vom Hamburger Fußball-Verband (HFV), "das würde ja sonst das Ergebnis der Verhandlung vorweg nehmen." Die soll innerhalb der kommenden beiden Wochen stattfinden.

So langsam kommt aber Klarheit in die Angelegenheit. Die "Elstern" haben am vergangenen Wochenende die ehemaligen Sylter Spieler Christian Sankowski und Jurij Jeremejev eingesetzt, obwohl diese im DFB-Net noch nicht freigegeben waren und sich dabei auf eine mündliche Auskunft des HFV verlassen. "Erst am Montag haben wir dann nach Kontakt mit dem schleswig-holsteinischen Verband erfahren, dass noch eine Unterlage fehlte", beklagt "85"-Coach Berkan Algan, "aber das kann man uns doch jetzt nicht vorwerfen."

Mittlerweile sollen die Bergedorfer alle nötigen Unterlagen eingereicht haben, Jeremejev und Sankowski somit am Sonntag im Heimspiel gegen Altona 93 (15 Uhr, Sander Tannen) spielberechtigt sein. Dafür darf Abdullah Yilmaz nicht auflaufen, ebenso wie Algan selbst, der noch einen Spielerpass hat. Der Grund: Beide hatten vor dem Zusammenbruch des FC Sylt dort gekündigt, fallen somit nicht unter die Regelung, dass Spieler sofort wechseln dürfen, wenn ein Verein zerfällt. Sie sind voraussichtlich bis Mitte November gesperrt.

Trainer in Bergedorf zu sein, bedeutet momentan, mehr mit Gesetzbüchern als mit Bällen zu jonglieren.