Trainertrio schrumpft

Düneberger SV: Aus drei mach zwei

Düneberg. Nur noch bis zum 15. Oktober leitet bei den Fußballern des Düneberger SV ein Trainertrio die Geschicke. Zu diesem Datum hat Jörg Bethmann, der gleichberechtigt mit Gerald und Denis Dick die erste Mannschaft in der Kreisliga 3 und die "Zweite" (Kreisklasse 11) coacht, seinen Vertrag am Silberberg gekündigt.

"Es ist kein konstruktives Training möglich. Es gibt zu viele Disziplinlosigkeiten", begründet Bethmann seinen Schritt, der ob der sportlichen Situation - der DSV liegt in der Kreisliga auf einem überraschend guten vierten Platz - verwunderlich scheint.

Der 50-Jährige führt einerseits die vielen Platzverweise sowie die mangelnde Einstellung während der Einheiten an. Das Fass zum Überlaufen brachte ein verbaler Fehltritt eines inzwischen suspendierten Spielers, dessen Namen der Verein nicht bekannt geben will, gegenüber Bethmann. "Das hatte eine andere Qualität als eine normale Beleidigung", sagte der Coach, ohne ins Detail zu gehen.

Rückendeckung für seine Entscheidung erhält Bethmann von Fußball-Abteilungsleiter Thomas Josteit. "Ein Hobby soll Spaß machen. Bei uns gibt es ständig Respektlosigkeiten den Älteren gegenüber. Neulich hat jemand zu mir gesagt: Das Team sei untrainierbar. Da ist etwas Wahres dran. Wir haben in letzter Zeit viele gute Trainer verbrannt", betont Josteit. Erst nach dem Abstieg der Ligamannschaft aus der Bezirksliga hatte Hartmut Wulff die Düneberger aus freien Stücken verlassen.

Letztlich trug aber auch das eigentümliche Konstrukt mit drei Trainern zu Bethmanns Demontage bei. "Jörg hatte freie Hand bei taktischen Anweisungen und im Trainingsbetrieb. Nur bei der Aufstellung hätte ich ihn überstimmen können, was ich aber nie gemacht habe. Wir waren immer einer Meinung", erklärt Gerald Dick die Kompetenzen. Gleichzeitig räumte der Sportliche Leiter ein, "dass einige Jungs Jörg nicht akzeptiert haben."

Bethmann hatte beim DSV stets vergeblich dafür plädiert, klare Verhältnisse zu schaffen. "Drei Trainer, das schafft eine Vielzahl von Problemen, die hausgemacht sind."