Kreisligakolumne

Spielabbruch beim SC Wentorf

Kurzschlussreaktion: Schlecht gehalten, Elfmeter verursacht, Rote Karte gesehen - alles lief gegen Fabian Weber. Da brannten dem Torwart des SC Wentorf II die Sicherungen durch. Er schlug Martin Ehrhardt (Blau Weiß Ellas) während der Partie gegen den Oststeinbeker SV II ins Gesicht. Der Unparteiische brach das Spiel in der 80. Minute nach kurzer Rücksprache mit seinem Assistenten daraufhin ab. Kurios: Weber steht selbst als Schiedsrichter für den SCW auf dem Platz.

Team der Stunde: Vor der Saison waren sich die vermeintlichen Experten sicher: "Für den SCW wird es eng." Die Mannschaft von Maxwell Phelps zeigt aber seit Wochen gute Leistungen und ist mit dem 4:2-Sieg über Tabellenführer ETSV Hamburg dick im Aufstiegsgeschäft. Dabei waren die Wentorfer in der ersten Hälfte die schlechtere Mannschaft. "Zur Halbzeit hätte es 4:1 und nicht 1:1 stehen müssen", trauerte ETSV-Trainer Karsten Weiß den vergebenen Chancen hinterher. Doch eine starke zweite Hälfte rechtfertigte nach Auffassung von Phelps das Ergebnis. Für den Übungsleiter ist der Sieg zudem eine späte Genugtuung, wurde er vor sieben Jahren doch beim ETSV als Trainer entlassen. "Es ist natürlich immer schön, gegen den alten Verein zu gewinnen", sagte Phelps.

Krankenwagen auf dem Spielfeld: Gleich zwölf Minuten Nachschlag gab es in der Partie zwischen dem SV Hamwarde und dem FC Voran Ohe II. Der Grund war extrem schmerzvoll. Gästekeeper Sven Altefrohne brach sich bei einem Zusammenprall mit Gegenspieler Philipp Jarsetz in der 66. Minute das Schlüsselbein. Der Torhüter musste per Krankenwagen aus seinem Strafraum abtransportiert werden. In der Nachspielzeit fielen dann noch drei Tore, Hamwarde siegte schließlich mit 5:1.

Verschollen: Da an der Sportanlage am Henriette-Herz-Ring ein Fluchtlichtmast defekt ist, musste die Partie zwischen SV Nettelnburg/Allermöhe II und dem Düneberger SV am Katendeich stattfinden. "Ich hatte mit dem Schiri ein nettes Gespräch, in dem ich ihm erklärte, dass das Spiel verlegt ist", sagte SVNA-Abteilungsleiter Gerald Grassé. Thomas Sieg (SC Urania) tauchte allerdings nicht auf, sodass Eugen Schmidt das Spiel ohne Gespann pfeifen musste. Der Co-Trainer des SVNA steht für Atlantik als Schiedsrichter auf dem Platz.

Glücksbringer: Zweimal war Joe Noveski bisher auf der Sportanlage der Lauenburger SV. Der Sportfotograf durfte jeweils überzeugende Siege der LSV knipsen. In der Vorsaison gelang ein 5:1-Derbyerfolg gegen den FC Lauenburg, diesmal schoss die Mannschaft von Markus Behnke den SCVM II mit 8:0 vom Platz. "Er darf gerne öfter kommen. Anscheinend bringt er uns Glück", lädt Behnke den Talisman zu weiteren Spielen ein.

Wyrwinski mal drei: Nach über einem Jahr steht Marco Wyrwinski wieder auf dem Platz. Beim 1:1 des SV Altengamme II gegen die Zweitvertretung des SC Schwarzenbek köpfte der langgewachsene Defensivspezialist sogar das 1:0. "Es war schon witzig. Beim Standard schraubte er sich neben seinen Brüdern am höchsten", schmunzelte SVA-Trainer Nils Witte. Mit Ole und Dennis standen insgesamt drei Wyrwinskis auf dem Platz. Zum ersten Saisonsieg reichte es dennoch nicht.