Heimniederlage

VfL zu naiv für effiziente Rahlstedter

Lohbrügge (vg). Es sind manchmal Kleinigkeiten, die Fußballspiele entscheiden.

So hatte Lohbrügges Innenverteidiger Marcel Bernstein den Ball eigentlich schon sicher, hätte die Kugel also einfach ins Aus schlagen können, um sich aus der Bedrängnis im eigenen Strafraum zu befreien. Doch stattdessen versuchte er, die Situation spielerisch zu lösen, geriet ins Stolpern und verursachte sechs Minuten vor Schluss einen Eckstoß. Den nutzten die bei Standardsituationen traditionell starken Gäste vom Rahlstedter SC zum 2:1-Siegtreffer.

Die Niederlage überdeckte so manchen positiven Ansatz. "Eine Halbzeit lang haben wir wirklich guten Fußball gespielt, schnell mit ein, zwei Ballkontakten kombiniert", freute sich VfL-Coach Jörn Geffert. Selbst der frühe Rückstand durch Kevin Göde (14.) brachte die Lohbrügger nicht aus dem Konzept. Marek Smaga erzielte mit einem wunderschönen 25-Meter-Schuss in den Winkel den 1:1-Ausgleich (29.). Es war sein dritter Treffer im dritten Punktspiel.

So hätte es natürlich weitergehen können, doch dafür agierte der VfL zu naiv. Die körperlich überlegenen Rahlstedter übernahmen langsam das Kommando. Und sie waren im entscheidenden Moment hellwach. "Die Ecke war gefühlte dreieinhalb Minuten in der Luft", ärgerte sich Geffert, "trotzdem haben wir es nicht geschafft, uns richtig zu stellen." RSC-"Joker" Nico Sandig hingegen war zur Stelle und drückte den Ball über die Linie (84.).

VfL: Nennhaus; Maric, Flick, Bernstein, Müller (46. Kröger); Özcerkes, Liebermann; Steffens (79. Woost), Smaga, Braesen; Nüchterlein (71. Höricke).