Kreisliga

Entschuldigung für den Sieg

Aus Versehen: Das Chancenverhältnis sprach klar für Voran Ohe II. Das Aufsteigerduell der Fußball-Kreisliga 3 gewannen trotzdem die Gastgeber vom SC Vier- und Marschlande II mit 2:1. "Ich habe mich schon für den Sieg bei meinem Kollegen entschuldigt", konnte SCVM-Trainer Olaf Stegmann sein Glück selbst kaum fassen.

Gewettet: Jens Andorf (TSG Bergedorf) und Nils Witte (SV Altengamme II) sind gute Kumpel. Vor dem Aufeinandertreffen ihrer Mannschaften hatten die beiden Trainer daher eine Wette abgeschlossen. Der Verlierer muss sich einen Abend lang hinter den Grill stellen und die Familie des Gegners zum Essen einladen, während sich der Gewinner auf einer Liege ausruhen darf. Doch das Grillvergnügen fällt aus. Die Partie endete 0:0.

Acht Tore: Schon in der vergangenen Saison machte Arnold Lechler auf sich aufmerksam. Da gelangen dem Stürmer des SC Wentorf einmal 14 Tore in einem Spiel. Am ersten Spieltag musste der 21-Jährige nun doppelt ran. Zunächst traf er fünfmal beim 8:5 der "Zweiten" bei Bergedorf 85 II. Zwei Tage später durfte er eine Halbzeit lang für die "Erste" gegen Willinghusen ran und traf beim 9:3 dreimal.

Dumm gelaufen: Die Rückkehr zu seinem alten Verein SC Schwarzenbek war für Malte Kroppach eine schmerzliche. Der Torhüter, der seit der D-Jugend für die Europastädter gespielt hatte, ging mit seinem neuen Verein TuS Dassendorf im kleinen Derby der zweiten Mannschaften mit 0:5 beim SCS unter. TuS-Trainer Kristofer Abels hatte trotzdem ein schönes Wochenende. Er war mit seinen Spielern Dennis Lößel und Marco Hübscher auf Hübschers Junggesellenabschied. "Dem konnte ich schlecht fernbleiben. Marco ist mein künftiger Schwager", sagte Abels.

Nachgebessert: Der erste Auftritt des Titelfavoriten ETSV Hamburg gegen Abstiegskandidat Escheburg war nicht berauschend, aber eindeutig. "Wir hatten gefühlte 90 Prozent Ballbesitz", sagte Coach Karsten Weiß. Am Ende stand es trotzdem "nur" 2:0. In der Abwehr haben sich die "Eisenbahner" mit Rafal Wojcik (ehemals SVCN, zuletzt pausiert) verstärkt.

Ein blindes Huhn: Fürs Toreschießen ist Timo Lopau bei der Lauenburger SV nicht zuständig. In den fast zwei Spielzeiten, die Markus Behnke Trainer ist, erzielte Lopau nicht einen Treffer. Das änderte sich im Gastspiel beim SVNA II. Der 20-Jährige markierte beim 4:2-Erfolg das Tor zum zwischenzeitlichen 3:0 für die LSV. Eine verunglückte Flanke war zufällig ins Netz gesegelt. Wie geht das Sprichwort vom blinden Huhn noch einmal?

Kappe auf: Ursprünglich war der Düneberger SV mal mit einem gleichberechtigten Trainertrio in die Saison gestartet. Gerald Dick wurde inzwischen zum Sportlichen Leiter befördert, sein Neffe Denis Dick leitet zwar auch die Einheiten, doch die Kappe auf hat inzwischen nur noch Jörg Bethmann. "Wenn ich einen anständigen Job machen soll, muss ich Entscheidungen fällen können", sagt Bethmann. Zum Saisonauftakt traf er ausgerechnet auf seinen alten Verein SV Hamwarde. Die Partie endete schiedlich, friedlich 1:1.