Vierlandencup

Ein Sieg für die Historie

Altengamme. Als es darum ging herauszufinden, wann der SV Altengamme zuletzt sein eigenes Vorbereitungsturnier, den Vierlandencup, gewonnen hatte, war guter Rat teuer. Alle Verantwortlichen des Aufsteigers in die Fußball-Bezirksliga mussten passen.

Für Aufklärung sorgte letztlich der Ehrenvorsitzende Rolf Meyer, der sich unter die Zuschauer gemischt hatte. "Es war zu unserem 40-jährigen Vereinsjubiläum 1968", wusste Meyer. Damals steckte das traditionsreiche Turnier noch in den Kinderschuhen. Jetzt, 44 Jahre später, war es wieder soweit. Im Finale besiegte die Mannschaft von Trainer Michael Wille Titelverteidiger SV Börnsen klar und deutlich mit 5:1.

"Für die alteingessenen Altengammer ist das ein schöner Erfolg. Für uns gehört das Turnier in erster Linie zur Vorbereitung, auch wenn es ein gelungenes Auftreten war", sagte Wille. Die Tore für die Vierländer, die noch dreimal am Aluminium scheiterten, erzielten Dennis Gothmann und Kristof Heitmann (2), dazu kamen zwei Eigentore von Benjamin Bode und Ole Schüler. In der Schlussphase sahen zudem Schüler die Gelb-Rote und Patrick Bierwagen (SVA) die Rote Karte.

Pech hatten die Gastgeber, die beim Vierlandencup ihre neue Stehtribüne zwischen Rasen- und Kunstrasenplatz einweihten, mit dem Wetter. An beiden Tagen musste das Turnier aufgrund von Blitz und Donner unter-, beziehungsweise abgebrochen werden. Am Sonntag erwischte es Oberligist SV Curslack-Neuengamme im Spiel um Platz drei. Beim Stand von 3:0 für den SVCN (Tore: Marcel von Hacht, Tim Otte, Marco Theetz) gegen Eintracht Lüneburg endete die Partie nach 65 Minuten aufgrund eines Gewitters. Am Sonnabend hatten die Curslacker zwar 5:0 gegen den FSV Geesthacht gewonnen, aber überraschend 0:1 gegen Börnsen verloren und somit das Finale verpasst.

Gar nicht erst beginnen konnte am Sonnabend die letzte Vorrundenpartie zwischen Altengamme und dem anderen Oberligisten SC Vier- und Marschlande. Da SCVM-Coach Benjamin Scherner gestern aufgrund der angespannten Personallage nicht zweimal antreten wollte, wurde die Begegnung 0:0 gewertet. Somit spielten die Vier- und Marschländer, die 0:1 gegen Lüneburg verloren hatten, nur um den fünften Platz. Hier besiegten sie den FSV Geesthacht mit 3:1.

Die Geesthachter hatten in der Vorrunde im Elfmeterschießen gegen Börnsen - nach 45 Minuten hatte es 2:2 gestanden - das Kunststück fertig gebracht, alle vier Strafstöße zu vergeben. Das schafft man auch nicht alle Tage.