Rudern

Jetzt kann die WM kommen

Bergedorf/Geesthacht. Noch im Halbfinale hatten sich Torben Johannesen vom RC Bergedorf und sein Partner Jan Bernhardt (RG Hansa) im Zweier mit Platz zwei begnügen müssen.

Kein Wunder also, dass die Anspannung vor dem Finale bei den deutschen Rudermeisterschaften (U17, U19, U23) in Essen groß war. Schließlich würde sich nur das siegreiche Boot für die U19-WM im bulgarischen Plovdiv qualifizieren. Doch Johannesen/Bernhardt hatten ihr Pulver noch nicht verschossen. Im Endlauf fuhr das Hamburger Duo allen davon und gewann mit 1,8 Sekunden Vorsprung den Meistertitel. Jetzt kann die Weltmeisterschaft kommen.

Die Nominierung war kein Selbstgänger. Schließlich war Johannesen nach enttäuschenden Ergebnissen erst vor Kurzem zu seinem alten Partner Bernhardt zurückgekehrt. Zwar konnte das wiedervereinte Duo nur eineinhalb Wochen zusammen trainieren, doch das reichte. Im Achter gewann der 17-Jährige Johannesen zudem Silber. Im Trainingslager in Berlin will sich das Meisterboot nun den Feinschliff für Bulgarien holen.

Einen guten Eindruck auf dem Baldeneysee hinterließ auch Gesa Lindenau. Die Bergedorferin hatte sich schon bei der Junioren-Regatta in Allermöhe durch einen dritten Platz im Einer für die U19-WM qualifiziert. In Essen belegte sie im Doppel-Zweier und -Vierer ebenfalls Rang drei. Die Leistung von Lindenau ist umso beachtlicher, da sie eigentlich bei den Leichtgewichten starten dürfte.

Auch bei den "echten" Leichtgewichten sammelten die Bergedorfer Medaillen. Finn Antczak gewann Silber im Doppel-Vierer, Vereinskameradin Isa Bruns (beide U19) Bronze in der gleichen Bootsklasse. Antczak belegte zudem Rang vier im Doppel-Zweier.

Über eine Medaille konnte sich auch die Rudergruppe Geesthacht freuen. Steuerfrau Larina Aylin Hillemann holte mit dem Juniorinnen-Doppelvierer des RV Schleswig-Holstein in der Altersklasse U17 Silber. Auf Platz fünf fuhr das zweite Boot des RVSH mit der Geesthachter Steuerfrau Muriel Hillemann. In der gleichen Altersklasse belegten zudem Jan Ole Muchow und Christopher-Joe Kruse von der Rudergruppe zusammen mit den Möllnern Mario Stobbe und Arved Altena im neu gebildeten Junioren-Vierer ohne Steuermann Platz fünf.