VfL Lohbrügge

Liebe auf den ersten Blick

Lohbrügge. Zweimal Platz zehn: Die Landesliga-Fußballer des VfL Lohbrügge sind in den vergangenen beiden Spielzeiten hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Damit sich das ändert, haben sich Trainer Sven Schneppel und Liga-Manager Robert Mimarbachi einiges einfallen lassen und zudem Ziele definiert. "Wir wollen Fünfter oder Sechster werden und in der darauf folgenden Saison richtig angreifen", erklärt Mimarbachi.

Künftig sollen erste und zweite Mannschaft sowie die A-Junioren so weit wie möglich parallel trainieren, um einen größeren Austausch zu ermöglichen. Die drei Teams sollen das gleiche System spielen. Für alle Spieler wird zudem ein einheitliches Bewertungssystem entwickelt. "Wir wollen ermitteln, auf welchem Gebiet sich der Einzelne verbessern muss", ergänzt Mimarbachi.

Dazu gehört auch ein regelmäßiger Austausch der Trainer. Dabei kann Schneppel in Karim Cissé auf einen Assistenten zurückgreifen. "Ich habe die beiden zusammengebracht. Es war Liebe auf den ersten Blick", scherzt Mimarbachi. Zum Trainerteam gehören zudem René Seibert ("Zweite") und Guido Stendel (A-Junioren). Wie im Fall Cissé ist der Liga-Manager auch bei drei Neuzugängen an seiner alten Wirkungsstätte Dassendorf fündig geworden. Kein Wunder also, dass Mimarbachi das TuS-Trio über den grünen Klee lobt. Über Nils Kieseleit: "Er hat Spiele gemacht, da haben ihn hinterher andere als einen der besten ,Sechser' der Liga bezeichnet." Über Tim Jurischka: "Er ist sauschnell." Über Sascha Göttmann: "Er ist eine Kämpfernatur, ein Leitwolf." Dazu kommen noch Kim Liebermann (Vorwärts-Wacker), der auf Anhieb eine Verstärkung sein dürfte, und Patrick Steffens (SC Schwarzenbek), der das hingegen erst noch beweisen muss.

Aus dem eigenen Nachwuchs hat am ehesten Innenverteidiger Tom Müller das Zeug zum Stammspieler. "Der ist eine Maschine und wahnsinnig schnell", lobt Mimarbachi das 19-jährige Eigengewächs. Insgesamt hat sich der VfL qualitativ, aber vor allem auch quantitativ verbessert.

Das war nötig. Schließlich standen Schneppel auch durch zahlreiche Verletzungen in der vergangenen Saison teilweise nur 13, 14 Akteure zur Verfügung. Das soll nicht wieder passieren. Alle Positionen sind daher doppelt besetzt. Es wird einen Kampf um die Stammplätze geben. "Wer nicht spurt, findet sich in der "Zweiten" wieder", droht Mimarbachi.

Die Saison bringt viele Neuerungen beim VfL mit sich. Eine davon werden die Spieler gleich zum Auftakttraining am Sonntag bemerken. Tino Nennhaus, Kevin Höricke, Kevin Dülsen, Steffens, Cissé und Mimarbachi haben die Kabine gestrichen - natürlich in den Vereinsfarben Blau-Weiß.

"Wer nicht spurt, findet sich in der ,Zweiten' wieder." Robert Mimarbachi, Liga-Manager des VfL Lohbrügge