Oststeinbeker SV

Die Punkte sind futsch - OSV vor Abstieg

Oststeinbek (hbo/olü). Das Verbandsgericht des Hamburger Fußball-Verbands hat am Mittwochabend den Protest des Oststeinbeker SV auf Umwertung der Oberligapartie gegen Altona 93 zurückgewiesen und wies dem Verein die alleinige Schuld zu.

In der Begründung hieß es, dass der OSV zwingend eine mündliche Verhandlung hätte beantragen müssen. Nur so hätte die Sperre gegen den Spieler Seyhmus Atug ausgesetzt werden können. Das habe der OSV versäumt. Durch dieses Urteil dürfte der Abstieg kaum noch zu vermeiden sein.

Der OSV hatte seinen Einspruch gegen die Umwertung des Spiels mit zwei Formfehlern des HFV begründet. So habe der Verband bei seinem ersten Urteil außer Acht gelassen, dass Oststeinbek ob des Datums der Mitteilung der Sperre (27. April) die Möglichkeit hatte, bis zum 4. Mai um 24 Uhr eine mündliche Verhandlung für Atug zu beantragen. Vor Ablauf dieser Frist war der Verteidiger spielberechtigt. Zur Erinnerung: Das Duell mit dem AFC wurde am 4. Mai um 19 Uhr angepfiffen. Daher fehlte im elektronischen Spielberichtsbogen auch das Schloss vor Atugs Namen, das es unmöglich macht, einen Akteur einzutragen.

Der zweite Formfehler, den Oststeinbeks Anwalt Holger Rochow fand, bezog sich auf die Urteilsbegründung. In dieser stand, dass Atug wegen eines Feldverweises eine automatische Sperre sowie zwei weitere Spiele absitzen muss. Der OSV-Verteidiger hatte im besagten Spiel bei Condor (17. April) aber gar keine Rote Karte gesehen. Viel mehr wurde der HFV tätig, weil Referee Martin Pfefferkorn (Urania) einen Sonderbericht wegen "grob unsportlichen Verhaltens" Atugs nach dem Spielende anfertigte. Dieser angebliche zweite Formfehler spielte für das Verbandsgericht allerdings keine Rolle.