Tischtennis

Bühne frei für den Nachwuchs

Bergedorf. Auf ihrem Weg in die Oberliga mussten die Tischtennis-Freunde Bergedorf/Vier- und Marschlande in der Höhle des Löwen bestehen. Beim SC Urania traf der Vizemeister der Hamburg-Liga in der ersten Relegationspartie auf den Drittletzten der abgelaufenen Oberliga-Saison.

Und Urania verteidigte seinen Platz mit aller Macht. Doch die Bergedorfer nahmen den Kampf an und überzeugten auf ganzer Linie. Am Ende stand ein verdienter 9:5-Erfolg zu Buche. Damit war der Grundstein gelegt. Gegen den TTC Greifswald folgte ein ungefährdeter 9:2-Sieg, sodass im finalen Duell gegen den Preetzer TSV ein 8:8 reichte, um die Relegation zu gewinnen.

Zur neuen Saison, das stand schon vor dem Triumph fest, bekommen die Tischtennis-Freunde ein neues Gesicht verpasst. Zwar bleiben die ersten drei Positionen mit Spitzenspieler Oliver Alke, der in der Hamburg-Liga nicht ein Einzel verlor, Harun Bozanoglu und Jan Erik Baron besetzt, doch schon dahinter gilt das Prinzip "Bühne frei für den Nachwuchs". Jon Wrobbel (15), Johannes Laute und Nils Scharwächter (beide 14) nehmen die weiteren Positionen ein. "Die jungen Spieler müssen da reinwachsen", rechtfertigt Sportwart Lutz Beck den Schritt. Dazu soll noch ein siebter, oberligatauglicher Spieler kommen, der, falls sich jemand verletzt, sofort weiterhelfen kann.

Die Verjüngungskur birgt zweifellos Gefahren. So bleibt abzuwarten, ob der Nachwuchs in der neuen Liga zurechtkommt. "Das Trio wird noch zwei, drei Jahre brauchen. Jon etwa spielt einen guten ersten Ball. Aber auch der dritte muss noch so kommen", weiß Beck. In seinen Worten liegt allerdings eine große Portion Gelassenheit.

Ist der Lernprozess abgeschlossen, ist sich Beck sicher, wird BVM viel von seinen Talenten zurückbekommen. Erst einmal nehmen die Bergedorfer ihren Schützlingen den Druck. Mittelfristig jedoch will BVM mit dem Trio in die Regionalliga. Ein Abstieg aus der Oberliga wäre auf dem Weg dahin kein Beinbruch. Durch die Ligareform, die ab der Saison 2013/14 greift, wird zwischen der Hamburg- und der Oberliga eine Verbandsoberliga installiert. Ganz zurück würde es für BVM also nicht gehen.