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Erste Zweifel an einer gemeinsamen Zukunft

Aumühle (ols). Die Zukunft der Handballerinnen des TuS Aumühle-Wohltorf ist weiter offen. Über einen möglichen neuen Verein wurde bei der ersten Teamsitzung nach Saisonschluss noch nicht gesprochen.

Denn das Gros der Mannschaft fehlte aus unterschiedlichen Gründen. Nur vier Spielerinnen waren zugegen. "Es sollte bei diesem Treffen aber auch nur um einen Grillabend gehen", relativierte Janine Wiebracht. Dieser ist als Abschied für die treuen Fans geplant.

Klar ist zurzeit nur, dass die Spielerinnen den Verein verlassen werden. "Ich spiele hier definitiv nicht weiter", stellt Kreisläufein Sandra Tode klar. Zwar bestätigte die 27-Jährige einmal mehr die Absicht der Mannschaft, geschlossen einem neuen Klub beitreten zu wollen, doch darüber werden nun Zweifel laut.

Einen löst Trainer Thomas Brodeßer aus. Im Gegensatz zu Spielerinnen wie Tode oder Marion Meschede schließt Brodeßer einen Verbleib beim TuS Aumühle-Wohltorf nicht kategorisch aus. "Zu bleiben, das wäre nicht konsequent", kommentierte Tode. Doch selbst wenn der Coach nicht mitziehen würde, bliebe eine große Masse übrig, die ein neuer Verein erst einmal integrieren müsste. Es ist höchst zweifelhaft, dass eine komplette Mannschaft für die vielen Neuzugänge Platz machen würde. "Das hätte ich selbst auch nicht gut gefunden", ergänzte Rückraum-Ass Marion Meschede (41). Schließlich will der Tross seinen Neustart nicht in der untersten Liga beginnen. "Somit wird es natürlich schwierig für uns", ist sich Wiebracht bewusst.

Nichtsdestotrotz gebe es laut Brodeßer mittlerweile sieben Interessenten. Und aufgeben wolle der Coach so schnell nicht. Brodeßer wird sich die potenziellen Kandidaten, deren Namen er noch nicht nennen wollte, geschlossen mit seinen Spielerinnen anschauen. Die Entscheidung wollen Team und Trainer nicht auf die lange Bank schieben. Bereits heute Abend soll dieses Thema deshalb nun erstmals forciert werden.