0:4 in Rahlstedt

Ein rabenschwarzer Nachmittag

Es war der dunkelste Moment eines ohnehin rabenschwarzen Nachmittags für die Landesliga-Fußballer der TuS Dassendorf.

Nach einer Flanke in den Strafraum des Rahlstedter SC stürzte ein ganzer Pulk von Spielern dem Ball entgegen. André Feddern fiel dabei so unglücklich hin, dass er sich die Schulter auskugelte. Als der defensive Mittelfeldspieler von Rahlstedts Physiotherapeutin Nicola Struve von der Anlage geführt wurde, bekam er gerade noch mit, wie sich die sportlichen Hoffnungen der TuS endgültig in Rauch auflösten. Rahlstedts trickreicher Stürmer Kevin Göde erzielte seinen zweiten Treffer zum 3:0-Zwischenstand (60.). Am Ende siegten die Hausherren sogar 4:0 und zementierten damit ihren zweiten Tabellenplatz, nach dem sich die Dassendorfer so gern noch gestreckt hätten.

Doch dafür war das am Sonnabend viel zu wenig. "Ich habe dafür keine Erklärung und auch keine Entschuldigung", sagte TuS-Trainer Jörn Geffert nach den desolaten 90 Minuten seiner Elf, "leider sind wir heute in alte Muster zurückgefallen. Aber schlimmer als das Fußballerische ist die Verletzung von André." Wie sich gestern herausstellte, muss Feddern wohl operiert werden und fällt damit für den Rest der Saison aus.

Wie enttäuschend der Dassendorfer Auftritt war, lässt sich am leichtesten daran ablesen, dass die TuS bis zur 85. Minute brauchte, um gefährlich vor das Tor der Hausherren zu kommen. Felix Anders traf nach einem schönen Konter nur die Latte. Auf der Gegenseite brannte es hingegen bei jedem noch so harmlosen Heber in den Dassendorfer Strafraum gleich lichterloh. So auch beim 1:0, als ein solcher Heber Adam Hamdan und Jamal Umoru in der Innenverteidigung matt setzte und Rahlstedts Fabian Facklam sich frei vor dem bedauernswerten TuS-Keeper Nico Fabian die Ecke aussuchen konnte (21.). Beim 2:0 tauchten Torschütze Göde und der Rahlstedter Patrick Westermann im Strafraum zu zweit vor dem alleingelassenen Hamdan auf (36.). Wie kann so etwas sein?

Geffert wechselte in der Pause gleich dreimal, doch auch das sollte nach hinten losgehen. Denn nach der Verletzung von Feddern mussten die Gäste in Unterzahl zu Ende spielen. Weitere Gegentreffer durch Göde (60.) und André Tschichholz (84.) waren die logische Konsequenz.

TuS: Fabian (4); Göttmann (5) ab 46. Anders (4), Hamdan (5), Umoru (5), Jurischka (5) ab 46. Juhl (5); Feddern (4), Kieseleit (5); Polat (5), Nunes (5) ab 46. Eggert (4), Braun (5); Fritsch (5).