Abstiegskampf

Ein Krimi mit altbekanntem Drehbuch

Aumühle (msc). Vier Treffer, zwei krasse Torwartfehler, ein Feldverweis und Kritik am Linienrichter.

Das 2:2 zwischen TuS Aumühle und GSK Bergedorf in der Fußball-Landesliga bot jede Menge Emotionen. Der Punkt hilft jedoch im Abstiegskampf keinem so richtig weiter.

Nicht Radko Rangelov, wie nach der Posse im Hinspiel zu vermuten war, schrieb die Geschichte dieser Partie. Das altbekannte Drehbuch mit dem Titel "Wie verschenke ich völlig unnötig zwei Punkte?" schrieben die Gäste hauptsächlich allein. In einer überlegen geführten ersten Hälfte sorgten Atanas Lyubenov (6.) und Ibrahim Kilic (9.) für die frühe 2:0-Führung der Bergedorfer. Allerdings legte der GSK nicht nach. Insgesamt acht Einschusschancen boten sich den Gästen, die wie eine Heimelf auftraten und Aumühle vor der Pause schwindelig spielten. Die beiden besten Gelegenheiten vergab Kilic. Er scheiterte an Aumühles Schlussmann Michel Thöma (24.) und am Pfosten (34.).

Dann trat GSK-Keeper Darko Lejic auf den Plan. Er vertändelte eine Rückgabe an Jan Hendrik Rathmann, der bediente Ali Yasar - 1:2 (40.). Nun waren die Gastgeber im Spiel, drehten nach dem Wechsel auf, hatten Chancen. Besonders Yasar (52.) mit einem Luftloch vor dem GSK-Tor und Daniel Pechau frei vor Lejic (63.) hätten den Ausgleich besorgen müssen. Doch selbst in Überzahl - Bergedorfs Joe Warmbier sah für ein grobes Foulspiel Rot (77.) - blieb die Belohnung für die Gastgeber lange aus. Bis Adrian Jokiel einen Freistoß von der Mittellinie in den GSK-Fünfer schlug. Lejic kam raus, faustete unmotiviert am Ball vorbei - der Ausgleich war perfekt (88.). "Der Linienrichter sieht bei Aumühle dreimal Abseits nicht und gibt dann das 2:2 trotz Torwartbehinderung im Fünfmeterraum", monierte GSK-Co-Trainer Hakan Karadiken. Aumühles Trainer Marc Gruber: "Unsere ersten zehn Minuten waren desaströs, unsere zweite Halbzeit sensationell. Am Ende des Tages geht das 2:2 in Ordnung."

TuS Aumühle: Thomä (2); Lemm (3-4) ab 86. Haidari (-), Stiegert (4), Brandt (4), Jokiel (4); Conradi (4), Pechau (4), Daumann (4), Rößler (3), Rathmann (3-4); Yasar (3-4).

GSK Bergedorf: Lejic (5-6); Aliev (3), Warmbier (4-5), Bogdanov (3-4), Au (3-4); Salif (3), Rangelov (3) ab 75. Trako (-), Arslan (4), Al-Jilani (4); Lyubenov (2), Kilic (2-3) ab 69. Kiraz (-).