Tischtennis-Freunde

Dramatisches Endspiel um den Titel

Neuallermöhe. Als der letzte Ballwechsel zwischen den Tischtennis-Freunden Bergedorf/Vier- und Marschlande und Spitzenreiter TTG 207 gespielt ist, gibt es bei den Gästen aus Ahrensburg und Großhansdorf kein Halten mehr.

Ein Spieler nach dem nächsten springt jubelnd über die Bande, um dem siegreichen Doppel Daniel Schildhauer und Mathias Dietrich um den Hals zu fallen. Auf der gegenüberliegenden Seite sitzt die Enttäuschung tief: Jon Wrobbel wirft verärgert seinen Schläger in die Luft, Partner Oliver Alke schüttelt nach der knappen 2:3-Niederlage nur den Kopf. In einem wahrlich dramatischen Endspiel um die Meisterschaft in der Hamburg-Liga behaupten sich die vor dem Duell nur um einen Punkt besseren Gäste knapp mit 9:7.

Doch selbst im Moment der Niederlage fand Alke lobende Worte für das, was beide Teams auf den Platten zelebrierten. "Das war Werbung für den Sport", sagte die Nummer eins der Bergedorfer. Ein echter Leckerbissen war dabei das Duell zwischen den beiden Spitzenspielern Alke und Schildhauer, das Ersterer im entscheidenden fünften Satz mit 14:12 für sich entschied. Daran wurde deutlich: Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe.

In der gut gefüllten Sporthalle des Gymnasiums Allermöhe konnte sich bis zum Stand von 5:5 kein Team entscheidend absetzen. Dann aber folgte ein Zwischenspurt der Gäste, die auf 8:5 davonzogen. BVM kam zwar wieder ran, doch am Ende reichte Alke/Wrobbel selbst eine 2:0-Satzführung nicht aus.

Drei Spiele stehen für Bergedorf noch auf dem Programm. Aber Platz zwei und damit die Relegation zur Oberliga sind gesichert. Nach dem Neustart - die Bergedorfer verloren in den letzten Jahren viele Talente, darunter Mats Tokarek an Regionalligist HSV, und dem letztjährigen Rückzug aus der Oberliga - fühlen sich die Bergedorfer nun bereit für diese Aufgabe. Die Qualität ist zweifellos da. Nicht nur beim Bergedorfer Spitzenspieler, der im Einzel ungeschlagen ist und gegen die TTG seine ersten beiden Doppel der Saison verlor. Der erst 15-jährige Wrobbel zählt in seiner Altersklasse zu den Top 20 Deutschlands.

Dennoch soll sich ab der kommenden Serie in jedem Fall etwas in der Mannschaft tun. Die Positionen eins bis drei bleiben mit Alke, Harun Bozanoglu und Jan Erik Baron bestehen. Die restlichen Plätze werden mit den Talenten Wrobbel, Johannes Laute und Nils Scharwächter besetzt. Ein Schritt, der in der neuen Spielklasse zweifellos Risiken birgt. Durch die Ligareform, die ab der Saison 2013/14 greift und die Zahl der Oberligen von bisher 13 auf neun schrumpfen lässt, bleiben nur fünf Teams drin. "Das wird eine harte Nuss", weiß Alke.

TTF-Punkte: Baron/Mattern; Alke, Mattern (je 2), Baron, Windisch.