"Elbdiven"

Wohlfühloase Hasenberghalle

Lauenburg (ols). Wieder geht alles ganz schnell. Nach einem abgewehrten Angriff der SG Niendorf/Wandsetal schaut Torhüterin Lena Kaatz kurz nach vorn und wirft die Kugel in hohem Bogen in die gegnerische Hälfte.

Die durchgestartete Franziska Hahn fängt den präzisen Pass und versenkt den Ball. Nach 29 Minuten gehen die Handballerinnen der Lauenburger SV mit 15:8 in Führung. Kaatz grinst, stellt diese Methode doch ein effektives Mittel dar, um den Tabellenletzten in der Hasenberghalle in die Schranken zu weisen. Am Ende kommt die LSV-Schlussfrau auf eine gute Handvoll Torvorlagen. Die Gäste haben gegen den Tempohandball der "Elbdiven" keine Chance und verlieren das Oberligaduell mit 20:32.

Kein Wunder also, dass Teammanager Arne Bahde unmittelbar nach dem Schlusspfiff von einem "Wellness-Sieg" sprach. Das war keineswegs arrogant gemeint. Vielmehr betonte das die souveräne Leistung der Lauenburgerinnen, die auf der Trainerbank und der Tribüne früh für entspannte Gesichter sorgte. Nur in den ersten 13 Minuten blieb das Duell ausgeglichen (4:4). Dann half ein Deckungswechsel von 5:1 auf 6:0, der die LSV auf die Siegerstraße brachte.

Nur wenig später waren die Lauenburgerinnen bereits auf 10:6 enteilt (19.). Zur Pause hieß es gar 16:9. Auch im zweiten Durchgang hielten die Gastgeberinnen das Tempo hoch. Allen voran Kaatz, die mit ihren Eröffnungen die Forderung ihres Trainers Rolf Ahrenbog erfüllte, die Kugel nach Ballgewinn stets "blitzschnell nach vorn" zu spielen.

Den nimmermüden "Elbdiven" ist zuzutrauen, das hohe Spieltempo trotz der dünnen Personaldecke auch in den verbleibenden fünf Partien durchzuhalten. Gegen die SG saßen wieder nur zwei Feldspielerinnen auf der Bank. Da tut es dennoch gut, dass die LSV mit Juliane Koch ihren ersten Zugang vermelden kann. Die 23-Jährige kommt von der SG Aufbau Boizenburg. Mit Felicitas Jender, die nach ihrem Kreuzbandriss und Meniskusanriss wieder mit der Mannschaft trainiert, haben die Lauenburgerinnen eigentlich sogar eine zweite Neue. In dieser Saison stand sie schließlich noch nicht einmal auf dem Feld.

LSV-Tore: Hahn (9), Mehrkens (8/3), Grandt (4), Braun, Geschke (je 3), Heins, Lucas (je 2), Lemmermann (1).