Abschiedsparty

In Lauenburg sagt man Tschüs

Lauenburg. Aus der Kabine der Lauenburger SV dröhnt Musik. Die Nebelmaschine von Torhüter Tobias Reinert gibt alles, das Foyer der Sporthalle am Hasenberg ist bereits verraucht. Die Bänke in der Umkleide sind bis auf den letzten Platz gefüllt, es wird viel gelacht.

Mark Neckel, Christian Gutsch, Carsten Mahnecke, Keeper Reinert sowie Trainer Thilo Asmus, die in ihrem letzten Heimspiel für die LSV-Handballer bereits vor dem Anwurf der Partie gegen die HSG Kalkberg 06 mit Applaus verabschiedet wurden, feiern nach dem Schlusspfiff eine große Party. Asmus, der selbst wieder als Spieler Gas geben will und in der neuen Saison für die dritten Herren auf Torejagd gehen wird, hat bereits sein Trikot übergestreift und ist bester Laune. "Hier steigt die ultimative Kabinenfeier", scherzt der scheidende Trainer der Landesliga-Handballer. Der Abend stand ganz im Zeichen des LSV-Quintetts, das mit einem 22:20-Sieg verabschiedet wurde.

In der gut gefüllten "Hasenberghölle" konnte allerdings nur Neckel auf dem Feld mitmischen. Der Rest war, mit Ausnahme von Coach Asmus, verletzt. Viele ehemalige Weggefährten schauten vorbei, darunter Rückraum-Ass Oke Hagen, der mittlerweile für die HG Hamburg-Barmbek auf Torejagd geht. Zudem begleitete der langjährige Hallensprecher Axel Herbst das Duell gegen Kalkberg. Ein bisschen Wehmut kam dabei auch auf. "Das ganze Drumherum hier schockt einfach", sagte Neckel.

Zum Spiel: Die Lauenburger zeigten gegen den Tabellensechsten eine ordentliche Leistung. Nach einem 12:9 zur Pause blieb es aber bis zur letzten Minute spannend. Nachdem der starke LSV-Schlussmann Thorsten Schütt einen Wurf pariert hatte, machte der künftige Spielertrainer Carmelo Hadeler mit dem 22:19 alles klar. Trotz der Abgänge hat die LSV weiterhin eine schlagkräftige Truppe zusammen. Hadeler ist hochmotiviert, mit der Vorbereitung will er eine Woche nach Saisonschluss beginnen. "Unser Spiel muss schneller werden", sagte er. Jens Grundmann, Athletiktrainer der "Elbdiven", steigt dann auch bei den LSV-Männern ein.

Das scheidende Quintett wiederum wird seinen Kollegen von der Tribüne aus weiter die Daumen drücken und zum Teil in der "Dritten" selbst noch ein bisschen spielen. So wie Asmus, der in der verrauchten Kabine gleich einmal klarstellte, dass auf seinem Trikot nicht umsonst die Nummer 23 prangt. "Michael Jordan und David Beckham haben sie auch getragen", sagte der 47-Jährige mit einem Augenzwinkern.

LSV-Tore: Hadeler (7/6), Neckel (4), Gau, Prötzig (je 3), Börger, Grandt (je 2), Kraftschick (1).