GSK Bergedorf

Der Erfolg hat einen Namen

Bergedorf (dsc). Unablässig wurde Ivo Aliev von seinen Mitspielern auf die Reise geschickt. Und wann immer der kleine, wieselflinke Winter-Neuzugang des GSK Bergedorf auf dem rechten Flügel an den Ball kam, drohte dem Tor des FC Süderelbe Gefahr.

Viel zu schnell war der Bulgare für seine Gegenspieler. Die Gäste waren gestern in praktisch allen Belangen zweiter Sieger und verloren das Duell in der Fußball-Landesliga in der Höhe verdient mit 0:4.

Nicht nur Aliev, auch die übrigen Bergedorfer präsentieren sich anno 2012 viel fitter als noch vor der Winterpause, als der Verein nach der Trennung von Trainer Burhan Öztürk im Chaos zu versinken drohte. Die Erklärung, warum es jetzt besser läuft, ist simpel: Wann immer Durak Demir Lust hat, als Mäzen und Trainer das Zepter am Ladenbeker Weg zu schwingen, läuft es bei den Bergedorfern. "Durak ist der einzige, der den Verein führen kann", betont GSK-Berater Manfred Braasch.

Das umgekrempelte Heimteam - gestern standen sechs Neue in der Startelf - musste gegen Süderelbe nur zwei brenzlige Situationen überstehen. Beide Male war Torwart Darko Lejic auf dem Posten. In der elften Minute parierte er gegen Mirco Bergmann, in Minute 34 hielt er gegen den auf ihn zu stürmenden Samuel Louca bravourös.

Zu diesem Zeitpunkt führte der GSK indes bereits. Köksal Arslan hatte sich nach einer Maßflanke von Eray Salif mustergültig in die Luft geschraubt und unhaltbar zum 1:0 eingeköpft (26.). Die weiteren Treffer fielen erst nach der Pause. Erneut Arslan auf Vorlage des 50 Sekunden zuvor eingewechselten Mohamed Al-Jilani (59.), der von einem FCS-Spieler angeschossene Botan Sabir (68.) und Al-Jilani (87.) waren die Torschützen.

Allerdings hätte der GSK - allen voran die zu verspielten Sabir und Al-Jilani - noch mehr Treffer erzielen können. "Darum bin ich sauer", sagte Demir, der derweil eine einfache Erklärung für die Leistungssteigerung unter ihm angibt: "Fußball ist ein Laufsport. Wir haben dieses Jahr schon 30 Läufe gemacht."

GSK: Lejic (2); Warmbier (3), Pappoe (2-3), Bogdanov (2), Au (3) ab 87. Toure (-); Kiraz (3-4) ab 59. Rangelov (-), Salif (2-3), Schneider (3-4) ab 59. Al-Jilani (2-3), Sabir (2-3), Aliev (2-3); Arslan (2).