Nachwuchs

Zusammenarbeit mit dem HSV

Aumühle. In der Halbzeitpause des Champions-League-Gruppenspiels zwischen dem HSV Handball und den Slowenen vom RK Cimos Koper wurde es aufregend für Olaf Korth. Der Jugendwart des TuS Aumühle-Wohltorf stand mit Vertretern des AMTV Hamburg, SC Alstertal-Langenhorn und der HG Norderstedt auf dem Spielfeld der O2 World.

Gemeinsam mit HSV-Jugendkoordinator Gunnar Sadewater wurde die Kooperation der fünf Klubs im Nachwuchsbereich verkündet. "Die Halle war gut gefüllt. Bei mir hat es gekribbelt", verriet der 49-Jährige. Der Initiator des Projektes ist nach zwei Jahren Arbeit am Ziel angekommen.

Dass sein Engagement Früchte tragen würde, davon war anfangs nicht auszugehen. Korth hatte über Verbesserungen der Strukturen im Aumühler Nachwuchs-Handball nachgedacht. Die vielen Landesauswahlspieler des Vereins sollten noch stärker gefördert werden. Also probierte es der ehemalige Hamburger Auswahlcoach direkt beim großen HSV. "Ich hatte damit gerechnet, dass es eine kalte Dusche geben wird", verriet Korth. Doch der deutsche Meister zeigte sich sofort gesprächsbereit. Korth konnte dazu den AMTV, Alstertal und Norderstedt begeistern.

Das Ergebnis ist ambitioniert: Zwar wird der HSV im Nachwuchsbereich weiter unter seinem Vereinsnamen auflaufen. Neu ist hingegen das Team Hamburg Lions, das sich aus den anderen vier Vereinen zusammensetzt und in der kommenden Saison an den Start gehen wird. Die jeweils besten Akteure dieser Vereine werden in den Lions-Kader aufgenommen. Aber auch externe Spieler sind gefragt. Kandidaten spielen bereits im Sichtungstraining vor. Insgesamt sollen in den männlichen Jahrgängen A und B je zwei Mannschaften à 16 Talente ins Rennen gehen. Angestrebt wird die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein, für die sich die "Löwen" noch qualifizieren müssen. Doch das scheint Formsache zu sein. Die stärksten Spieler der Lions haben dann die Chance, in den HSV-Kader aufzusteigen. Die A-Junioren sind in der Bundesliga vertreten.

Eine große Chance also für die vielen Talente. Ab Mai soll es alle sechs Wochen ein Elitetraining für Landesauswahl- und Nationalspieler geben. Zudem fungiert der HSV bei den Lions als Sponsor und finanziert Ausrüstung und Trainerausbildungen. "Es ist vollbracht", kommentierte Korth.