Abstiegsangst

Mönchengladbach als großes Vorbild

Aumühle/Lohbrügge. Nach dem peinlichen 1:5 beim SC Concordia nahm Robert Mimarbachi, der neue Manager des Fußball-Landesligisten VfL Lohbrügge, sich die Mannschaft zur Brust. "Ich habe Klartext geredet", betont er, "ich habe die Spieler gefragt, wer von sich behaupten kann, in diesem Jahr bisher immer 100 Prozent gegeben zu haben."

Genau das werden heute Abend alle seine Spieler tun, wenn die Lohbrügger beim TuS Aumühle-Wohltorf antreten (19.30 Uhr, Sachsenwaldstraße). Davon ist VfL-Coach Sven Schneppel überzeugt. "Die Vergangenheit interessiert mich nicht mehr", unterstreicht er, "jeder Spieler hat die Chance, sich im Rest der Saison riesig in den Vordergrund zu spielen." Der VfL plant zum Sommer einige hochkarätige Zugänge, unter anderem aus der Oberliga, um den Leistungsdruck innerhalb des Kaders zu erhöhen.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Torhüter-Position. Nachdem Tino Nennhaus bei "Cordi" wegen einer Notbremse Rot sah, wird in Aumühle Marcel Boll zwischen den Pfosten stehen. Beides sind gute Keeper, aber der Nachfolger steht schon in den Startlöchern. Aus der A-Jugend wird Niklas Baarsch nachrücken. "Der ist erst 17, aber ein 1,90-Meter-Hüne und unheimlich weit für sein Alter", schwärmt Mimarbachi.

Von solchen Möglichkeiten kann Aumühles Trainer Marc Gruber nur träumen. "Wir müssen es wie Borussia Mönchengladbach in der vergangenen Saison machen und nur von Spiel zu Spiel gucken", übt er sich in Zweckoptimismus. Mut macht ihm die Reaktion der Mannschaft auf die jüngste 1:3-Heimniederlage gegen Schwarzenbek. "Die Spieler sind alle unheimlich selbstkritisch und haben im Training viel dafür getan, es künftig besser zu machen", betont er. Ersetzen muss Gruber heute Abend Ole Daumann, der privat verhindert ist. Für ihn dürfte Orhan Baskir in die Startelf rücken.

Für beide Mannschaften gilt heute Abend: Sie haben deutlich mehr zu gewinnen als zu verlieren.